UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Kinder- und Jugendchirurgie

Über uns

"Jedes Kind ist etwas ganz Besonderes"

Unser Leitbild

Die Kinder- und Jugendchirurgie ist auf die Behandlung und BedĂŒrfnisse von Kindern in jedem Alter spezialisiert.

Unser Behandlungsspektrum umfasst neben der Notfallversorgung aller akuten Krankheitsbilder auch die Neugeborenenchirurgie, die Kindertraumatologie, die Kinderurologie, die viszeral- und thoraxchirurgischen Eingriffe bis zum 18. Lebensjahr. Zudem sind wird auf die Entfernung von soliden Tumoren im Kindesalter spezialisiert.

Unser Behandlungsspektrum

Wenn Ihr Kind ein akute Verletzung, akute Schmerzen oder andere akute chirurgische Probleme hat, so kommen Sie bitte zeitnah in unsere kinderchirurgische Notfallambulanz.

Unser hochprofessionelles, multidisziplinĂ€res Team aus Ärzt*innen und Pflegepersonen ist rund um die Uhr fĂŒr Sie da.

Hier alle Details zur Notfallambulanz.

Sofort nach der Ankunft wird Ihr Kind von unserem speziell ausgebildeten Notfall-Team nach dem weltweit gĂŒltigen, standardisierten Manchester-Triage-System (MTS) eingeschĂ€tzt und von unseren Mitarbeiter*innen fachkompetent behandelt. Dazu verfĂŒgen wir ĂŒber zwei SchockrĂ€ume, zwei Gipszimmer, einen eigenen Bereich fĂŒr Ultraschalluntersuchungen und sind somit fĂŒr alle FĂ€lle bestens gerĂŒstet. Gleichzeitig arbeiten wir mit Fachkolleg*innen anderer medizinischer Fachdisziplinen eng zusammen.

Unser Kindertraumazentrum ist von der DGU (Deutsche Gesellschaft fĂŒr Unfallchirurgie) zertifiziert und bietet auch im Fall einer schweren Verletzung die optimale Versorgung.

     

Die Betreuung von FrĂŒh- und Neugeborenen mit chirurgischen Erkrankungen ist eine besonders sensible Aufgabe und erfordert grĂ¶ĂŸte Verantwortung. Einige der Fehlbildungen können bereits wĂ€hrend der Schwangerschaft festgestellt werden. In solchen FĂ€llen beraten wir besorgte Eltern gerne auch schon im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen. Aber auch die Geburt und die ersten Lebenstage erfordern eine enge und interdisziplinĂ€re Teamarbeit, sodass wir mit den Kolleg*innen der Klinischen Abteilung fĂŒr Geburtshilfe und der Klinischen Abteilung fĂŒr Neonatologie die optimale Behandlung fĂŒr Ihr Kind absprechen und durchfĂŒhren.

Beispiele fĂŒr chirurgische Erkrankungen bei FrĂŒh- und Neugeborenen sind:

  • Fehlbildungen im Brustraum (Ösophagusatresie, Zwerchfellhernie, Lungenanomalien)
  • Fehlbildungen im Bauchraum (Darmatresien, Lageanomalien)
  • Tumoren (Steißbeinteratom)
  • DarmentzĂŒndungen (nekrotisierende Enterokolitis)
  • Bauchwanddefekte (Omphalocele, Laparoschisis)

FĂŒr Informationen wenden Sie sich bitte an unsere allgemeine Ambulanz

Die Kindertraumatologie beinhaltet ein Ă€ußerst umfangreiches, medizinisches Behandlungsspektrum, bei dem das wachsende Skelett im Fokus steht. Sehr hĂ€ufig befinden sich KnochenbrĂŒche und Bandverletzungen im Bereich der empfindlichen Wachstumsfugen. Daher ist die Behandlung derartiger Verletzungen immer vom Alter der Patient*innen sowie der exakten Lokalisation der Verletzung abhĂ€ngig. Um eine folgenlose Ausheilung ohne Komplikationen zu ermöglichen, können sowohl operative als auch konservative Verfahren zum Einsatz kommen. Da derartige Verletzungen hĂ€ufig sehr schwer sein können, sind SekundĂ€reingriffe oder auch Korrekturverfahren nicht immer vvermeidbar. Auch hier bietet unsere Klinik die erforderlichen Verfahren altersgerecht vom SĂ€ugling bis zu Patient*innen mit abgeschlossenem Wachstum an.

Ebenso beinhaltet das Spektrum der Behandlung die Korrektur von angeborenen Fehlbildungen. Die Nachbehandlung findet routinemĂ€ĂŸig bis zur völligen Wiederherstellung bzw. Wachstumsabschluss statt. Physio- und Ergotherapie kann poststationĂ€r ambulant angeboten werden.

All unsere Patient*innen werden in unserer speziellen Traumaambulanz betreut und auf ihrem Genesungsweg begleitet.

Folgende Behandlungen werden bei uns angeboten:

  • Akutbehandlung schwer- und schwerstverletzter Kinder und Jugendlicher
  • Behandlung von PatientInnen mit komplexen Mehrfachverletzungen
  • Koordination weiterfĂŒhrender interdisziplinĂ€rer Betreuung
  • Konservative Frakturbehandlung
  • Endoskopische/Arthroskopische Operationsverfahren mit geringer Narbenbildung
  • Innere Stabilisierung von Frakturen mit FedernĂ€gel, MarknĂ€gel, Schrauben, Platten, BohrdrĂ€hten und Drahtschlingen.
  • Stabilisierung von Frakturen mit Ă€ußeren Spannern (Fixateur extern)
  • Weichteileingriffe an den Gelenken zur Beweglichkeitsverbesserung

An unserer Klinik kann eine Vielzahl an Erkrankungen behandelt werden, die den urologischen Bereich betreffen. Dabei sind Diagnostik und Therapie wieder dem jeweiligen Alter der Patient*innen angepasst. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen werden in unserer kinderurologischen Spezialambulanz betreut.

Die medizinische, kinderurologische Versorgung umfasst folgende Bereiche:

  • Phimose (Vorhautverengung), Vorhautbeschneidung (Tagesklinik)
  • Hodenhochstand (Tages- oder Wochenklinik)
  • Varicocele (Ausweitung der Samenstrangvenen), (Sklerosierung oder laparoskopische OP)
  • Vesico-ureteraler Reflux (HarnrĂŒckfluss zur Niere), Endoskopische Therarpie, Anti-Reflux-Plastik
  • Angeborene Hydronephrose (Ausweitung des Nierenbeckens), Ureterabgangsstenose (Verengung zwischen Nierenbecken und Harnleiter)
  • Angeborene Kindliche Nierentumoren (Wilmstumor)
  • Angeborene Fehlbildung der Harnröhre (Hypospadie)
  • Fehlbildung des Genitales (Intersex, AGS)
  • Spaltbildung am RĂŒckenmark (Myelomeningocele, MMC)

Durch eine hervorragende interdisziplinĂ€re Kooperation mit den Spezialambulanzen fĂŒr Nephrologie und Endokrinologie, Diabetes und Adoleszentenmedizin der Univ.-Klinik fĂŒr Kinder- und Jugendheilkunde sowie der Klinischen Abteilung fĂŒr Kinderradiologie, der Sektion KinderorthopĂ€die (bei MMC-Patienten) der Univ.-Klinik fĂŒr OrthopĂ€die und Traumatologie und der Univ.-Klinik fĂŒr Neurochirurgie können wir eine umfassende Diagnostik und Verlaufskontrolle auch ambulant anbieten.

Ein besonderes Anliegen ist uns außerdem, Kinder und Jugendliche mit angeborener Fehlbildung des RĂŒckenmarks (Myelomeningocele, MMC) und deren Eltern langfristig durch ihre vielfĂ€ltigen Probleme zu geleiten. In unserer Funktionsdiagnostik werden hochgradige Fehlbildungen auch nach der Korrektur durch ein interdisziplinĂ€res Team betreut.

Sollte eine Operation nötig sein, so ist uns ein möglichst schonender Zugang wichtig. Deswegen bieten wir, wo immer es sinnvoll ist, minimal invasive Verfahren (Laparoskopie) an.

Als Vorteile fĂŒr die Kinder und Jugendlichen erkennen wir ĂŒblicherweise weniger Schmerzen, eine schnellere Genesung und eine frĂŒhstmögliche Entlassung nach Hause.

     

Viszeralchirurgie umfasst folgende Themengebiete:

  • Bauchwand und Leistenkanal
  • Speiseröhre, Magen (Pylorusstenose, Engstellen am Ösophagus)
  • DĂŒnn- und Dickdarm, Anus (Obstipation, Fehlbildungen, Kurzdarmsyndrom)
  • Leber, Gallenwege und Milz (Gallensteinleiden, Atresie der Gallenwege)
  • Endokrine DrĂŒsen (SchildrĂŒsenerkrankungen, BauchspeicheldrĂŒse)
  • Kolondurchzug bei Morbus Hirschsprung

FĂŒr Informationen zur Patient*innenbetreuung wenden Sie sich bitte an unsere allgemeine Ambulanz

Die Operationen bei Kindern und Jugendlichen können bei Fehlbildungen der Lunge oder der Brustwand notwendig sein. Hierzu verfĂŒgt unser Team ĂŒber spezielle Operationstechniken, insbesondere auch mittels minimal invasiver Zugangswege (Thorakoskopie) und große Erfahrungen. Vorteile fĂŒr die Kinder sind hier ĂŒblicherweise weniger Schmerzen, eine schnellere Genesung und eine frĂŒhstmögliche Entlassung nach Hause.

Erkrankungen fĂŒr thoraxchirurgische Eingriffe sind beispielsweise:

  • Lungenfehlbildungen (Zystisch adenomatoide Malformation, Sequester, lobĂ€res Emphysem)
  • EntzĂŒndungen (Empyem)
  • Lungenmetastasen
  • Brustwandfehlbildungen (Trichterbrust, Kielbrust)

FĂŒr Informationen zur Patient*innenbetreuung wenden Sie sich bitte an unsere allgemeine Ambulanz

Bei Kindern und Jugendlichen können solide Tumoren im Brust- und Bauchraum auftreten. Diese mĂŒssen nicht zwangslĂ€ufig bösartig sein. In jedem Fall erfordert die Behandlung eine sorgfĂ€ltige Aufarbeitung durch die interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit unserer Klinik mit (u. a.) der Klinischen Abteilung fĂŒr PĂ€diatrische HĂ€mato-Onkologie. Je nach Erkrankung und Therapieempfehlung bieten wir heute im Kinderzentrum modernste Operationsmethoden und vielfĂ€ltige chirurgische Erfahrungen an.

Kinderchirurgische Beispiele sind:

  • Lebertumoren (Hepatoblastom)
  • Nierentumoren (Nephroblastom)
  • Nebennierentumoren (Neuroblastom)
  • Metastasenchirurgie (z. B. Lunge)

FĂŒr Informationen zur Patient*innenbetreuung wenden Sie sich bitte an unsere allgemeine Ambulanz

Durch plastisch-rekonstruktive chirurgische Eingriffe können Ă€ußerlich störenden Fehlbildungen korrigiert werden. Die Betreuung von betroffenen Kindern und Jugendlichen ist eine besonders sensible Aufgabe und erfordert daher auch eine optimale Beratung von besorgten Eltern, welche wir gerne durchfĂŒhren.

GefĂ€ĂŸfehlbildungen, auch vaskulĂ€re Malformationen genannt, sind angeborene GefĂ€ĂŸfehlanlagen, die sich niemals zurĂŒckbilden, sondern mit dem Kind mitwachsen und sich frĂŒher oder spĂ€ter durch Schmerzen oder Schwellungen bemerkbar machen. Dabei können diese GefĂ€ĂŸfehlbildungen leicht mit BlutschwĂ€mmen verwechselt werden, insbesondere, wenn es sich um eine umschriebene AnhĂ€ufung von BlutgefĂ€ĂŸen handelt. Diese Verwechslung kann unter UmstĂ€nden zu einer falschen, unnötigen oder unzureichenden Therapie fĂŒhren.

In unserer speziellen GefĂ€ĂŸambulanz gewĂ€hrleisten unsere Spezialist*innen die bestmögliche Versorgung der betroffenen Patient*innen.

Plastisch-rekonstrukive Chirurgie kommt bei folgende Fehlbildungen zum Einsatz:

  • Fehlbildungen der Blut- oder LymphgefĂ€ĂŸe (diese können ĂŒberall im Körper auftreten)
  • BlutschwĂ€mme (können ebenfalls an unterschiedlichsten Körperstellen auftreten)
  • Weichteiltumore (Dermoidzysten, Lipome, Hauttumore)
  • BrustkorbdeformitĂ€ten (Trichterbrust, Kielbrust)
  • GynĂ€komastie
  • Abstehende Ohren

In unserer Klinik werden im Rahmen der Fuß- und Handchirurgie ĂŒberzĂ€hlige Finger und Zehen (Polydaktylie), hĂ€utige Verwachsungen (Syndaktylien), teilweise oder komplettes Fehlen von Fingern oder Fingergliedern (Hypo- und Aplasien) sowie Fehlstellungen von Fingern und Zehen behandelt. Des Weiteren werden Patient*innen nach Handverletzungen, bei denen Streck- und Beugesehnen, Nerven sowie Haut- und Weichteile betroffen sind, aber auch KnochenbrĂŒche behandelt.

Verletzungen und Fehlbildungen im Bereich von Hand und Fuß erfordern oft eine langfristige Betreuung und enge Zusammenarbeit zwischen Patient*innen bzw. Eltern. Im Zentrum der Therapie steht zwar die Wiederherstellung der FunktionalitĂ€t, allerdings sind unsere Expert*innen auch bestrebt, den Ă€sthetischen Aspekt nicht außer Acht zu lassen.

Die Kolleg*innen in unserer speziellen Hand- und Fußambulanz erarbeiten fĂŒr jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen (Langzeit-)Betreuungsplan.

Auszeichnungen und Ausbildung

Unser Ziel ist es, allen Familien eine möglichst schonende Kinderchirurgie, sichere Behandlungspfade und eine kindgerechte Umgebung zu garantieren. DafĂŒr haben wir spezialisierte Teams mit herausragenden Expert*innendie national und international vernetzt sind. Auch die FachĂ€rzt*innenausbildung folgt höchsten QualitĂ€tsansprĂŒchen.

LeuchttĂŒrme unserer Kompetenz sind:

  • Zertifizierung durch DGU (Deutsche Gesellschaft Unfallchirurgie) als Kindertraumatologisches Referenzzentrum
  • Assoziiertes Nationales Zentrum am EuropĂ€ischen Referenznetzwerk (ERN) fĂŒr Intestinal Congenital Malformationen (ERNICA)
  • Assoziiertes Nationales Zentrum am EuropĂ€ischen Referenznetzwerk (ERN) fĂŒr VasculĂ€re Malformationen (VASCERN)
  • Kooperationspartner im Weiterbildungszentrum fĂŒr pĂ€diatrische Gastroenterologie, Hepatologie und ErnĂ€hrung, zertifiziert durch die Gesellschaft PĂ€diatrische Gastroenterologie (GPGE)
  • Kooperationspartner im zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentrum des LKH-Univ. Klinikum Graz
  • Assoziiert mit dem Verein „Große schĂŒtzen Kleine“, Österreichisches Komitee fĂŒr UnfallverhĂŒtung im Kindesalter und dem Forschungszentrum fĂŒr KinderunfĂ€lle