UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Radiologie

Über uns

Die UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Radiologie Graz ist eine von drei universitĂ€ren radiologischen Institutionen Österreichs.

Als Organisationseinheit der Medizinischen UniversitĂ€t Graz obliegt ihr, ihren Klinischen Abteilungen und den Gemeinsamen Einrichtung der Klinik, die prĂ€- und postpromotionelle Lehre und die Forschung auf dem Gebiet der diagnostischen und interventionellen Radiologie. Dazu zĂ€hlen auch minimal-invasive chirurgische, bildgebungsgeleitete Prozeduren und die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Nuklearmedizin in-vivo und in-vitro. Die Grazer UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Radiologie fungiert als Kompetenz- und Referenzzentrum fĂŒr diagnostische und interventionelle Radiologie, fĂŒr Nuklearmedizin (in-vivo und in-vitro) und fĂŒr Strahlenschutz sowie Strahlenbiologie mit den dazugehörenden Aufgaben der QualitĂ€tssicherung. Als Teil des LKH-Univ. Klinikum Graz obliegt ihr weiters ein Zentralversorgungsauftrag fĂŒr die Steiermark und den sĂŒdösterreichischen Raum.

Die UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Radiologie ist als medizinische Versorgungseinheit der höchsten Kategorie des Gesundheitssystems auch Referenzzentrum fĂŒr Vorsorgeuntersuchungen und fĂŒr gutachterliche TĂ€tigkeiten.

Die UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Radiologie Graz verfĂŒgt ĂŒber alle modernen bildgebenden diagnostischen Verfahren. Sie ist die einzige Radiologische UniversitĂ€tsklinik Österreichs, die auch alle nuklearmedizinischen Verfahren, insbesondere Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und PET/CT anbietet. Die Klinik verfĂŒgt ĂŒber ein integriertes radiologisches digitales Informationssystem sowie ein digitales Bildspeicherungs- und Verteilungssystem. Teleradiologische Verbindungen bestehen zu in- und auslĂ€ndischen Zentren.

Geschichte

Die Geschichte der Radiologie am Klinikum Graz beginnt im Jahre 1897, als vom Internisten Friedrich Kraus und vom Kinderarzt Meinrad Pfaundler das erste RöntgengerĂ€t in Betrieb genommen wurde. 23 Jahre spĂ€ter wurde die erste Röntgenabteilung eingerichtet, deren Leitung Prof. Dr. Anton Leb ĂŒbernahm. Durch den steigenden Bedarf an röntgendiagnostischen Leistungen und strahlentherapeutischen Behandlungen wurde ein Neubau notwendig, der 1955 eröffnet wurde. Innerhalb von 3 Jahren nach Eröffnung des Neubaus wurde erstmals ein Lehrstuhl fĂŒr Medizinische Radiologie an der Karl-Franzens-UniversitĂ€t errichtet und Prof. Dr. Leb zum ersten Ordinarius dieses Faches berufen.

1956 ĂŒbernahm Prof. Dr. Erich Vogler die Leitung der Radiologie. Die Entwicklung der Radiologie erfolgte zu dieser Zeit in großen Schritten, so dass diverse Subspezialisierungen entstanden: die Abteilung fĂŒr Konventionelle Radiologie (1973), fĂŒr Strahlentherapie (1973), fĂŒr Spezielle Radiologische Untersuchungsmethoden (1974) und fĂŒr Nuklearmedizin (1975).

Im Laufe der Zeit wurde durch Ausbauten und Umsiedelungen mehr und mehr Raum fĂŒr eine verbesserte Patient*innenversorgung durch konventionelle Röntgenverfahren, als auch fĂŒr die EinfĂŒhrung neuer bildgebender Verfahren geschaffen. Die Mammographie wurde durch einen Raum fĂŒr klinische Untersuchungen und Ultraschalluntersuchungen der Brust, sowie durch einen Raum fĂŒr ein zusĂ€tzliches Mammographie GerĂ€t vergrĂ¶ĂŸert. Auch wurden neue UntersuchungsrĂ€ume fĂŒr die Dickdarmdiagnostik und fĂŒr kombinierte endoskopische und röntgenologische Untersuchungen der GallengĂ€nge und der Pankreas eingerichtet. Mit neuen Anlagen ausgestattete UntersuchungsrĂ€ume wurden fĂŒr Röntgenuntersuchungen des Thorax, des Skelettsystems und der IV-Urographie geschaffen.

3 CT-GerĂ€te wurden in Betrieb genommen und eine Ultraschallstation eingegliedert. Die Abteilung fĂŒr Spezielle Radiologie wurde um eine Angiographieanlage erweitert. Außerdem wurde ein Nachsorgeraum fĂŒr die Überwachung der PatientInnen nach Eingriffen sowie die Behandlung von NotfĂ€llen geschaffen.

Die Einbindung des Faches Radiologie in das Medizinstudium als Pflichtfach und die daraus resultierende wesentliche Zunahme des Lehrbetriebes machte einen Umbau und Ausbau des Hörsaals notwendig, der 1986 erfolgte.

1987 und 1993 wurden in einem Zubau an das GebĂ€ude der Radiologischen Klinik die ersten 1,5 T MR-GerĂ€te in Betrieb genommen, dessen Leitung Prof. Dr. Erwin Justich inne hatte. Nach dessen frĂŒhzeitigem Tod 1990 ĂŒbernahm Prof. Dr. Franz Ebner die Leitung der Abteilung.

Im Zuge der Neustrukturierung der Klinik 1994 löste Prof. Dr. Richard Fotter Prof. Dr. Rainer RienmĂŒller als Klinikvorstand ab.

1998 wurde anlĂ€sslich des Austausches einer alten Anlage eine 1-Ebenen-Angiographie in einem als Operationssaal der Klasse 2 adaptierten Raum fĂŒr die kombinierte DurchfĂŒhrung endovaskulĂ€rer Eingriffe und chirurgischer Eingriffe am GefĂ€ĂŸsystem eingerichtet.

2000 erfolgte die Herauslösung der Strahlentherapie und die GrĂŒndung einer UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Strahlentherapie-Radioonkologie unter der Leitung von Prof. Dr. Albert Hackl.

2003 wird die Radiologie in folgende Klinische Abteilungen gegliedert:

  • Klinische Abteilung fĂŒr Allgemeine Radiologische Diagnostik unter der Leitung von Prof. Dr. Erich Vogler, mit dem Schwerpunkt auf konventionelle Röntgenuntersuchungen und Mammographie.
  • Klinische Abteilung fĂŒr Spezielle Radiologische und Sonstige Bildgebende Verfahren unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Schreyer, mit dem Schwerpunkt auf moderne Schnittbildverfahren mittels Computertomographie und Sonographie und auf vaskulĂ€re und interventionelle Radiologie einschließlich neuroradiologischer Intervention.
  • Klinische Abteilung fĂŒr Nuklearmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Reingard Aigner mit dem Schwerpunkt auf „Szintigraphie“, der Verwendung offener radioaktiver Substanzen zur nicht-invasiven Darstellung von Organfunktionen und dem In-vitro-„Labor“, analytischen Methoden an KörperflĂŒssigkeiten und Gewebeproben.
  • Klinische Abteilung fĂŒr Kinderradiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Fotter, die erste und einzige ausschließlich fĂŒr Kinder gewidmete kinderradiologische Station.

2013 wird Prof. Dr. Hannes Deutschmann zum Leiter der Abteilung fĂŒr interventionelle und vaskulĂ€re Radiologie berufen.

Im selben Jahr wird die Leitung der Abteilung fĂŒr Kinderradiologie auf Prof. Dr. Erich Sorantin ĂŒbertragen, die er von Prof. Dr. Meinrad Beer ĂŒbernommen hatte.

Seit 2012 hĂ€lt Prof. Dr. Michael FuchsjĂ€ger die Position des Abteilungsleiters der klinischen Abteilung fĂŒr allgemeine radiologische Diagnostik und seit 1.1. 2017 ist er Vorstand der UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Radiologie.