Universit√§tsklinik f√ľr Innere Medizin

Klinische Abteilung f√ľr Kardiologie

Abteilungsleiter

Univ.-Prof. Dr. Andreas Zirlik

27.000
Ambulante Behandlungen/Jahr
2.600
Stationäre Behandlungen/Jahr
4.000
Eingriffe am Herzen/Jahr

Die Klinische Abteilung f√ľr Kardiologie am LKH-Univ. Klinikum Graz ist einer der Hauptbehandlungspartner des Universit√§ren Herzzentrums Graz neben den Klinischen Abteilungen f√ľr Herzchirurgie, P√§diatrische Kardiologie und der Herz-, Thorax- Gef√§√üchirurgischer An√§sthesiologie und Intensivmedizin. Zusammen verk√∂rpern wir das Zentrum der Maximalversorgung f√ľr Patient*innen mit Herzkreislauferkrankungen f√ľr die Steiermark und die angrenzenden Regionen. Ein exzellent ausgebildetes Team von anerkannten Spezialist*innen bietet Standardtherapien entsprechend aktuellster Leitlinie unter dem Einsatz innovativer und modernster Behandlungsans√§tze auf h√∂chstem medizintechnischem Niveau. Unser Ziel ist es dabei eine auf die jeweiligen Patient*innen, deren Risiken und psychosoziales Umfeld abgestimmte, menschliche, personalisierte Herzmedizin aus einer Hand im Alltag umzusetzen. Wissenschaftlich treibt uns die Erforschung grundlegender Mechanismen unterschiedlichster Herzerkrankungen an, insbesondere an der wichtigen Schnittstelle von Stoffwechsel und Entz√ľndung. Vielversprechende neue Therapiem√∂glichkeiten werden letztendlich in unserem modernen, klinischen Studienzentrum gepr√ľft, um auch in der Zukunft unserem Anspruch gerecht zu werden, jeder/jedem unserer Herzpatient*innen, die jeweils am besten geeignete Therapie im Rahmen einer gemeinsamen medizinischen Betreuung anbieten zu k√∂nnen.

Wir sind f√ľr Sie da

Ambulanzsekretariat:
Telefon: +43 316 385-83734
Fax: +43 316 385-13208

Station Kardiologie A:
Telefon: +43 316 385-80095
Fax: +43 316 385-14979

Station Kardiologie B:
Telefon: +43 316 385-83443
Fax: +43 316 385-13208

Kardiologische Intensivstation:
Tel.: +43 316 385-86134
Fax: +43 316 385-12252

Unsere Leistungen

CTO steht f√ľr ‚ÄěChronic total occlusion‚Äú, einen chronischen vollst√§ndigen Verschluss einer Koronararterie, der seit mindestens drei Monaten besteht. Bei etwa 20% der Patient*innen mit KHK (koronaren Herzkrankheiten) finden wir eine CTO. Im Gegensatz zum akuten Herzinfarkt bildet sich dieser Verschluss langsam √ľber Jahre, daher k√∂nnen Kollateralen aussprossen und den Herzmuskel am Leben erhalten. Diese erm√∂glichen allerdings nicht eine volle Leistungsf√§higkeit. Daher bieten wir die interventionelle Wiederer√∂ffnung chronisch verschlossener Herzkranzgef√§√üe (sog. CTO-PCI) an. Dazu verwenden wir feine Dr√§hte und Mikrokatheter und stellen mit intravaskul√§rem Ultraschall die Koronararterien von innen dar. Die Normalisierung der Leistungsf√§higkeit nach der Rekanalisation beschreiben Patient*innen oft √ľberraschend positiv.

In der CTO-Ambulanz erheben wir die genaue Anamnese (die Symptome sind meist atypisch, weil sich die Patient*innen an die lange bestehende Einschränkung gewöhnt haben) und stellen die Indikation zur CTO-PCI. Wir besprechen alternative Therapien, wie die chirurgische Revaskularisation und Behandlung mit Medikamenten, erklären mögliche Komplikationen und bereiten die Patient*innen auf eine gewöhnlich mehrere Stunden dauernde CTO-PCI vor.

Die Zuweisung erfolgt durch Fach√§rzt*innen f√ľr Kardiologie. Notwendige Voruntersuchungen inkludieren eine Darstellung der Morphologie durch CT der Koronararterien und Koronarangiographie sowie Nachweis der Vitalit√§t des Myokards und Bestimmung des Ausma√ües der Isch√§mie durch Dobutamin-Stressechokardiographie, Szintigraphie oder Stress-MRT.

Die Echokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung, die v√∂llig schmerz- und risikofrei die anatomische und funktionelle Darstellung des Herzens erlaubt. Sie kann Aufschluss √ľber die Gr√∂√üe der Herzkammern und Herzvorh√∂fe, die Herzwanddicke, die Funktionalit√§t und Auswurfleistung der Herzkammern sowie die Funktionalit√§t und Beweglichkeit der vier Herzklappen geben. Das Echokardiographielabor der Abteilung f√ľr Kardiologie bietet nicht-invasive Ultraschalldiagnostik des Herzens auf h√∂chstem universit√§rem Niveau anhand der Empfehlungen der europ√§ischen Gesellschaft f√ľr kardiovaskul√§re Bildgebung (EACVI). Hierf√ľr stehen State-of-the-Art Echokardiographie-Ger√§te und Software mit Speckle-Tracking und 3D-Technologie zur Verf√ľgung.

Leistungen des Echokardiographie-Labors:

  • Transthorakale Echokardiographie
  • Trans√∂sophagealse Echokardiographie
  • Dynamische Stressechokardiographie (Liegefahrrad)
  • Pharmakologische Stressechokardiographie (Dobutamin, Persantin)
  • Kontrast-Echokardiographie
  • Echokardiografisches Guiding bei minimal invasiven Eingriffen (MitraClip, PFO/ASD-Verschluss, Herzohr-Verschluss)
  • Spiro-Ergometrie
  • Ausbildung von √Ąrzt*innen im Rahmen der Facharztausbildung
  • Organisation und Abhaltung einer Lehrveranstaltung f√ľr Student*innen der Medizinischen Universit√§t Graz (Echokardiographie in Theorie und Praxis)

Anmeldung zu einer Untersuchung:

  • Station√§re Patient*innen: elektronische Zuweisung √ľber openMEDOCS
  • Ambulante Patient*innen: Zuweisung √ľber Spezialambulanz oder Zuweisung √ľber niedergelassene Fach√§rzt*innen

Kooperationen

Unser Schwerpunkt im Bereich der invasiven Elektrophysiologie liegt in der kathetergest√ľtzen Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen wie Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AV-nodaler Reentry-Tachykardie, Wolf-Parkinson-White-Syndrom, atriale Tachykardien sowie ventrikul√§re Tachykardien und Extrasystolien. Weiters werden bei ausgew√§hlten Patient*innen die Implantation von Vorhofohr-Occludern durchgef√ľhrt. Um eine optimale Behandlung zu erm√∂glichen, stehen in unserer Klinik modernste Diagnostik- und Therapieverfahren zur Verf√ľgung. Neben dem Einsatz von Hochfrequenzstrom in Kombination mit einer computergest√ľtzen 3D-Rekonstruktion der Herzh√∂hlen bieten wir je nach Bedarf auch Ablationen mittels K√§lte (Cryoablation) und k√ľnftig auch mittels Elektroporation (Pulsed Field Ablation) an. Unsere beiden elektrophysiologischen Herzkatheter-Labore sind mit mehreren dreidimensionalen Mappingsystemen ausgestattet. Diese Systeme erlauben nicht nur eine pr√§zise Steuerung der Katheter im Herzen, sondern erm√∂glichen es auch, die R√∂ntgenstrahlung w√§hrend der Katheterablationen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Herzkathetereingriffe werden in enger Zusammenarbeit zwischen einem international ausgebildeten √Ąrzt*innenteam und einem spezialisierten Team aus dem Bereich Pflege- und Assistenzpersonal durchgef√ľhrt.

Als eines der Zentren des ‚ÄěVT Netzwerk √Ėsterreich‚Äú sind wir Ansprechpartner f√ľr ausgew√§hlte und akut durchzuf√ľhrende, endo- und epikardiale Ablationen zur Versorgung von Patient*innen mit malignen Herzrhythmusst√∂rungen. Dar√ľber hinaus stehen in Kooperation mit der Universit√§tsklinik f√ľr Chirurgie f√ľr diese Patient*innen auch erweiterte Techniken wie z. B. die Sympathektomie bei elektrischem Sturm zur Verf√ľgung.

Wir nehmen an vielen akademischen und internationalen Studien teil, kooperieren eng mit lokalen, nationalen und internationalen Partnern und haben somit ständigen Zugang zu den neuesten Technologien auf dem Gebiet der Elektrophysiologie. Unsere hervorragende Qualität als internationales Referenz- und Ausbildungszentrum zeigt auch eine Auszeichnung der European Heart Rhythm Association (EHRA), welche wenige Zentren mit exzellenten und standardisierten Ausbildungs- und Behandlungstechniken zertifiziert.

Die HCM-Ambulanz versteht sich als zentrale Schaltstelle f√ľr Zuweiser*innen, zust√§ndig f√ľr die universit√§re Diagnostik und weiterf√ľhrende Therapie von Patient*innen mit hypertrophen Kardiomyopathien. Hierzu z√§hlt im Allgemeinen jede kardiale Hypertrophie, die nicht allein durch Bluthochdruck erkl√§rbar ist, insbesondere genetische hypertrophe obstruktive/nicht obstruktive Kardiomyopathien, Speicherkrankheiten (z. B. kardiale Amyloidose, Mb. Fabry), aber auch andere seltene hypertrophe Kardiomyopathien. Das hierf√ľr zur Verf√ľgung stehende diagnostische und therapeutische Spektrum umfasst die Echokardiographie, Ergometrie, Kardio-MRT (Kooperation mit Universit√§tsklinik f√ľr Radiologie), invasive Rechts- und Linksherzdiagnostik, Implantation von ICDs und Loop-Rekordern, transkoronare Ablation der Septumhypertrophie und Diagnostik bzw. Beratung (Kooperation mit Institut f√ľr Humangenetik).

Übrige Formen der Herzinsuffizienz werden in der Herzinsuffizienz-Ambulanz des Universitären Herzzentrums Graz betreut.

Das Team der interventionellen Kardiologie der Klinischen Abteilung f√ľr Kardiologie ist bestrebt, bei der Diagnose und Behandlung der koronaren Herzerkrankung das h√∂chste Versorgungsniveau zu erbringen, um die Mortalit√§t und Morbidit√§t der isch√§mischen Herzkrankheit in √Ėsterreich zu reduzieren. Unser Team besteht aus hochqualifizierten interventionellen Kardiolog*innen und steht f√ľr Notf√§lle rund um die Uhr zur Verf√ľgung. In drei Katheterlaboren f√ľhren wir diagnostische Herzkatheteruntersuchungen und perkutane Koronarinterventionen mit Implantation von einem oder mehreren medikamentenbeschichteten Stents durch. Dank der Erfahrung des Teams und der Verf√ľgbarkeit von High-end-Technologien, sowohl f√ľr die Diagnostik (fraktionierte Flussreserve, intravaskul√§rer Ultraschall, optische Koh√§renztomographie etc.), als auch f√ľr die Therapie (Rotablation, Shock-Wave, CTO-Interventionen etc.) k√∂nnen wir eine optimale und dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand entsprechende Behandlung unserer Patient*innen garantieren. Der Gro√üteil unserer Eingriffe wird durch einen radialen Zugang durchgef√ľhrt, wodurch viele unserer Patient*innen in einem tagesklinischen Aufenthalt behandelt und eventuell noch am gleichen Tag entlassen werden k√∂nnen.

Wir legen Wert auf die kontinuierliche Entwicklung und Einf√ľhrung innovativer Methoden im Bereich der interventionellen Kardiologie. Dementsprechend nehmen wir an mehreren akademischen und internationalen Studien teil und haben somit Zugang zu den neuesten Technologien auf dem Gebiet der koronaren Diagnostik und Therapie. In Anerkennung des internationalen hohen Standards in der Versorgung sind wir als Referenzzentrum h√§ufig in die Ausbildung interventioneller Kardiolog*innen aus dem In- und Ausland involviert.

Die interdisziplin√§re Hochrisikoambulanz dient der Therapieoptimierung f√ľr Patient*innen nach einem oder mehreren kardiovaskul√§ren Ereignissen und mit schwer einstellbaren Risikofaktoren (Hyperlipid√§mie, Diabetes und Hypertonie) und wird gemeinsam mit dem √§rztlichen Kollegium der Klinischen Abteilung f√ľr Endokrinologie bespielt. Die Terminvergabe erfolgt zumeist direkt bei Entlassung, in Einzelf√§llen auch nach begr√ľndeter Zuweisung durch niedergelassene Fach√§rzt*innen f√ľr Innere Medizin. Ziel ist die Optimierung der kardiovaskul√§ren Risikofaktoren und des Gerinnungsmangements, um das Wiederauftreten von Ereignissen zu verhindern.

In der Hypertonieambulanz k√∂nnen Patient*innen mit therapieresistenter arterieller Hypertonie durch niedergelassene Fach√§rzt*innen f√ľr Innere Medizin zugewiesen werden. Eine m√∂glichst breite Abkl√§rung bez√ľglich sekund√§rer Hypertonie, eine Langzeitblutdruckmessung und dreifach antihypertensive Kombination inkl. Diuretikum in maximal vertr√§glicher Dosierung sollen bei Anmeldung vorliegen. Vorgestellte Patient*innen werden f√ľr m√∂gliche interventionelle Therapien evaluiert und ggf. geplant, medikament√∂se Therapien nach M√∂glichkeit optimiert. Interventionelle Therapien umfassen aktuell die Barorezeptorstimulation und renale Ablationstherapien. Die Ambulanz wird in Kooperation mit der Klinischen Abteilung f√ľr Angiologie und der Klinischen Abteilung f√ľr Nephrologie bespielt.

Die Kardiologische Intensivstation verf√ľgt √ľber 9 voll ausgestattete Betten mit der M√∂glichkeit des kompletten h√§modynamischen Monitorings, der invasiven und nicht-invasiven Beatmung, sowie aller weiteren g√§ngigen intensivmedizinischen Verfahren wie akuter mechanischer Kreislaufunterst√ľtzung (ECLS, Impella√í) und Nierenersatztherapie. Auf der kardiologischen Intensivstation werden rund um die Uhr insbesondere Patient*innen mit schwersten internistischen Krankheitsbildern, sowie Patient*innen mit kardiogenem Schock oder mit akutem Myokardinfarkt betreut. Zus√§tzlich werden intensivpflichtige Patient*innen nach elektiven invasiven Klappenersatztherapien versorgt.

Die Intensivstation verf√ľgt dar√ľber hinaus √ľber einen sehr gut ausgestatteten Eingriffsraum, der beispielsweise f√ľr das Legen von Notfall-Schrittmachern, zentralen Venenzug√§ngen, Pleura- und Perikardpunktionen sowie elektrische Kardioversionen genutzt wird.

Das Team der Kardiologischen Intensivstation √ľbernimmt rund um die Uhr die Mitbetreuung der Patient*innen auf den kardiologischen Bettenstationen. Dies tr√§gt zu einer gr√∂√ütm√∂glichen Sicherheit der uns anvertrauten Patient*innen bei. √úber die kardiologische Intensivstation ist die Abteilung f√ľr Kardiologie rund um die Uhr f√ľr R√ľckfragen und Notf√§lle innerhalb und au√üerhalb des Hauses erreichbar.

Die kardiologische Bettenstation umfasst 44 Betten auf zwei Stockwerken zur Betreuung von Allgemeinklasse-versicherten und Sonderklasse-versicherten Personen. Bei Bedarf ist ein kontinuierliches telemetrisches Monitoring bei Patient*innen m√∂glich, die durch Auftreten von Herzrhythmusst√∂rungen gef√§hrdet sein k√∂nnten. Ein Krankenzimmer mit 4 Betten ist mit zus√§tzlichen erweiterten √úberwachungsm√∂glichkeiten ausgestattet (‚Äěintermediate Care‚Äú). Patient*innen, die zu geplanten Untersuchungen einbestellt werden, erwartet in hochwertig ausgestatteten R√§umlichkeiten eine kardiologische Versorgung auf international h√∂chstem Niveau.

Das Team der Rhythmologie an der Klinischen Abteilung f√ľr Kardiologie steht f√ľr eine integrative Behandlung des gesamten Spektrums von Herzrhythmusst√∂rungen. Wir bieten Ihnen eine umfangreiche Abkl√§rung, Beratung und Behandlung Ihrer Beschwerden gem√§√ü der neuesten Forschungserkenntnisse und mit den innovativsten und besten Behandlungsmethoden an. Der Schwerpunkt unserer Rhythmus-Ambulanz liegt in der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patient*innen mit bradykarden und tachykarden Herzrhythmusst√∂rungen sowie mit angeborenen Herzrhythmusst√∂rungen und erh√∂htem Risiko f√ľr maligne Herzrhythmusst√∂rungen bzw. f√ľr einen sudden cardiac death (SCD).

Unser Schwerpunkt im Bereich der invasiven Elektrophysiologie liegt in der kathetergest√ľtzen Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen wie Vorhofflimmern, Vorhofflattern, AV-nodaler Reentry-Tachykardie, Wolf-Parkinson-White-Syndrom, atriale Tachykardien sowie ventrikul√§re Tachykardien und Extrasystolien. All diese Patient*innen werden, in enger Kooperation mit einem Netzwerk an Partner-Krankenh√§usern und niedergelassenen Kolleg*innen, vor und nach solchen Herzkathetereingriffen in unserer Rhythmusambulanz diagnostisch abgekl√§rt und beraten.

Herzschrittmacher und ICDs sind entsprechend der nationalen und internationalen Leitlinien bei langsamen und/oder schnellen Herzrhythmusstörungen bzw. zur Vermeidung des plötzlichen Herztodes indiziert. Als Teil des CDIC (Cardiac Device Implantation Center) am Universitären Herzzentrum Graz liegt unser Schwerpunkt im Bereich der Implantation von Herzschrittmachern, Devices zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) und Implantierten Kardioverter-Defibrillatoren (ICD). Auch diese Patient*innen werden vor entsprechenden Implantationen in unserer Rhythmusambulanz diagnostisch abgeklärt und beraten sowie vor allem nach der Implantation regelmäßig kontrolliert.

Daneben werden in der Rhythmus-Ambulanz Patient*innen, bei denen klinisch der Verdacht auf eine genetisch bedingte Herzerkrankung besteht oder in deren Familie eine solche Erkrankung bekannt ist, umfassend behandelt. Der Schwerpunkt liegt auf Erkrankungen, die zu einem erh√∂hten Risiko f√ľr Herzrhythmusst√∂rungen und / oder einem pl√∂tzlichen Herztod im jungen Alter f√ľhren k√∂nnen.

Dar√ľber hinaus werden Patient*innen nach Synkopen in unserer Rhythmusambulanz abgekl√§rt. Dies geschieht im Verbund mit unseren Partner-Krankenh√§usern entsprechend einem evidenz-basierten Stufenkonzeptes als Teil des Synkopen-Netzwerkes Steiermark.

Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit liegt in der telemedizinischen Betreuung von Patient*innen mit implantierten Devices. Die Telemedizin-Ambulanz wird in Zusammenarbeit zwischen einem international ausgebildeten √Ąrzteteam und einem spezialisierten Pflege-Team durchgef√ľhrt. Mittels Telemonitoring kann die Funktion der Devices direkt kontrolliert und auf Ver√§nderungen (z.B. Auftreten von Herzrhythmusst√∂rungen) unmittelbar reagiert werden.

Klinische Forschung ist unverzichtbar f√ľr die Weiterentwicklung des medizinischen Fortschritts und die kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung der Versorgungsqualit√§t von erkrankten Menschen. Damit ein Arzneimittel oder ein Therapiekonzept neu zugelassen oder zur klinischen Routine werden kann, ist eine wissenschaftliche Evaluation im Rahmen einer sog. klinischen Studie unausweichlich. Hierdurch k√∂nnen Sicherheit, Vertr√§glichkeit und Wirksamkeit neuer oder bereits zugelassener Arzneimittel und Therapieformen √ľberpr√ľft werden. Neben dem wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisgewinn f√ľr das entsprechende Therapieverfahren ergibt sich au√üerdem f√ľr teilnehmende Patient*innen die M√∂glichkeit, von einer entsprechenden Therapie bereits weit vor der offiziellen Zulassung profitieren zu k√∂nnen. Klinische Studien bieten daher eine zus√§tzliche Chance, die Leiden erkrankter Menschen zu lindern, ihre Lebensqualit√§t zu verbessern und die medizinische Versorgung zu optimieren.

Die Klinische Abteilung f√ľr Kardiologie des Universit√§ren Herzzentrums Graz nimmt an zahlreichen klinischen Studien teil, die neue Therapien verschiedenster kardiovaskul√§rer Erkrankungen untersuchen, z. B. zur Therapie des Herzinfarktes, der Herzmuskelschw√§che, von Herzklappenerkrankungen oder Herzrhythmusst√∂rungen. Hierbei arbeiten wir sowohl mit namhaften Industrieunternehmen der Branche, als auch mit anderen akademischen Institutionen zusammen. Im Rahmen der Studien erfolgt eine enge medizinische Betreuung, um gr√∂√ütm√∂gliche Sicherheit und Komfort der Patient*innen zu gew√§hrleisten. Ein Team aus √Ąrzt*innen und Studienassistent*innen steht Ihnen rund um die Uhr zur Verf√ľgung. Bei Interesse an einer Studienteilnahme k√∂nnen Sie sich gerne an uns wenden. Wir beraten Sie gerne.

Einige unserer angebotenen Eingriffe und Behandlungen (Herzkatheter, elektrische Kardioversion, Infusionstherapie) k√∂nnen tagesklinisch durchgef√ľhrt werden. Die Zuweisung zu einem Eingriff oder einer Behandlung in der Tagesklinik wird direkt durch die √Ąrzt*innen unserer Abteilung gestellt. Der genaue Ablauf eines tagesklinisch durchgef√ľhrten Eingriffs bzw. Therapie wird in schriftlicher Form nach entsprechender Zuweisung ausgeh√§ndigt.

In der Vitienambulanz (Herzklappenambulanz) k√∂nnen Patient*innen mit angeborenen und erworbenen Herzklappenfehlern zur Indikationsstellung einer operativen oder interventionellen Herzklappentherapie, aber auch zur Verbesserung der medikament√∂sen Therapie, vorgestellt werden. Behandlungsschwerpunkt sind Klappenerkrankungen, die √ľberwiegend im h√∂heren Lebensalter auftreten und aufgrund der Komplexit√§t und Begleiterkrankungen eine umfassende interdisziplin√§re Betreuung erfordern. Au√üerdem werden hier Patient*innen mit angeborenen oder erworbenen Herzfehlern (z. B. Vorhofseptumdefekt) oder Notwendigkeit einer Intervention von Herzstrukturen (z. B. Vorhofohrverschluss) vorstellig. Hierf√ľr steht ein breites Spektrum an diagnostischen Verfahren wie Echokardiographie, Spiroergometrie, Langzeitmessungen (EKG, Blutdruck) und Herzkatheterdiagnostik zur Verf√ľgung.

Unser Ziel ist es, ein optimales Therapiekonzept in enger Zusammenarbeit mit den Patient*innen, den Angeh√∂rigen und unserem interdisziplin√§ren HeartTeam des Universit√§ren Herzzentrums Graz zu erarbeiten. Im Zuge dessen erfolgt eine breite Aufkl√§rung √ľber die jeweils m√∂glichen Behandlungsoptionen.

F√ľr unsere Zuweiser

Zuweisung nur mit Facharztbefunden und gekl√§rter √Ątiologie der Herzinsuffizienz, EF zumindest <40%

Patient*innen mit myokardialer Hypertrophie, die nicht sicher durch erh√∂hte Nachlast (arterielle Hypertonie, Klappenerkrankungen) erkl√§rbar sind. Erforderliche Zusatzunterlagen: EKG und Echokardiographie-Befund. Informationen √ľber Symptomatik w√ľnschenswert (Angina pectoris, Belastungsdyspnoe, Pr√§-/Synkope, Palpitationen?).

Patienten nach einem Ereignis und einer Hochrisikosituation im Sinne von schwer einstellbarer Stoffwechsellage und/oder Hypertonie.

(erforderliche Angaben: Ereignisse, Tri, Chol, LDL, HDL, HbA1c, RR)

Patient*innen mit therapieresistenter Hypertonie zur weiteren Abklärung, medikamentöser Therapieadaptierung und interventionellen antihypertensiven Therapie.

(erforderliche Angaben: RR Mittelwerte 24h-Messung, Therapie)

Fachärztliche Zuweisung notwendig (Internist/Kardiologe). Der Zuweisung sollte ein EKG und aktuelles USKG (Echo) beigelegt werden. Zuweisung nur von symptomatischen Patient*innen mit hochgradigen Vitien bzw. speziellen Vitien (low-flow low-gradient Aortenstenose; Mitralinsuffizienz bei hochgradig reduzierter Linksventrikelfunktion)

Kontakt

Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Telefon: +43 316 385-12544
Fax: +43 316 385-13733