Gleichenfeier "Zentrale Notaufnahme des Uniklinikum"

Pressemitteilung

Heute Vormittag lud der KAGes-Vorstand zur Gleichenfeier der dritten Bauetappe des neuen Chirurgiekomplexes. HerzstĂŒck dieses Abschnitts ist die Zentrale Notaufnahme (ZNA), in der kĂŒnftig sowohl die internistische und neurologische Notaufnahmen (bisher EBA) als auch die chirurgische Notaufnahme unter einem Dach zusammen-gefĂŒhrt sind. Dem Richtfest wohnten neben dem KAGes-Vorstandsvorsitzenden, Univ.-Prof. DDr. Ing. Gerhard Stark, und KAGes-Finanzvorstand, Dipl. KHBW Ernst Fartek, auch der Rektor der Med Uni Graz, Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, und Dr.in Juliane Bogner-Strauß, LRin fĂŒr Gesundheit, Pflege, Sport und Gesellschaft, bei.

Heute Vormittag fand ein ganz besonderes Ereignis am LKH-Univ. Klinikum statt: Der KAGes-Vorstand lud zur Gleichenfeier der aktuellen Bauetappe 3 (B-Trakt) des neuen Chirurgiekomplexes. Etwas Besonderes war das Richtfest nicht zuletzt deshalb, weil damit auch der Baufortschritt eines der HerzstĂŒcke der Bauprojekte, die im Rahmen des Bauprojekts „LKH 2020“ entstehen, dokumentiert ist. Konkret handelt es sich dabei um die neue „Zentrale Notaufnahme“ (ZNA) des LKH-Univ. Klinikum, die kĂŒnftig sowohl die internistische und neurologische Notaufnahmen (aktuell „EBA“, Erstuntersuchung-Beobachtung-Aufnahme) als auch die chirurgische Notaufnahme in sich beherbergt.
„Ab 2025 werden alle erwachsenen Notfallspatient*innen in diesem Neubau versorgt. Egal, ob jemand einen Herzinfarkt erlitten oder sich bei einem Autounfall schwer verletzt hat. Das interdisziplinĂ€re Team der ZNA kĂŒmmert sich um die Betroffenen“, erklĂ€rt Ass.-Prof. Dr. Wolfang Köle, Ärztlicher Direktor des LKH-Univ. Klinikum Graz. Durch die neuen RĂ€umlichkeiten sei diese Betreuung noch effizienter und individueller möglich, zumal die Notfallmediziner*innen gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzte diverser Fachdisziplinen, die speziell ausgebildeten PflegekrĂ€fte u. v. m. an einem Ort sind und ihre Expertisen in die Behandlung einfließen lassen können. Aktuell versorge man auf der EBA an Spitzentagen bis zu 145 Patient*innen und die chirurgische Notaufnahme werde von bis zu 200 Patient*innen
pro Tag aufgesucht – ebenfalls an Spitzentagen. Aufgrund der demografischen Entwicklung rechne man kĂŒnftig mit einem Anstieg von bis zu 15 Prozent, so Köle weiter.

Bild v. li.: Mag. Gebhard Falzberger, Betriebsdirektor des LKH-Univ. Klinikum Graz, Mag.a Gabriele Möstl, stv. Pflegedirektorin des LKH-Univ. Klinikum Graz, Dipl. KHBW Ernst Fartek, KAGes-Finanzvorstand, Univ.-Prof. DDr. Gerhard Stark, KAGes-Vorstandsvorsitzender, Dr.in Juliane Bogner-Strauß, LRin fĂŒr Gesundheit, Pflege, Sport und Gesellschaft, Rudolf Friedrich, Polier Fa. Granit, Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Rektor Med Uni Graz, und Ass.-Prof. Dr Wolfgang Köle, Ärztlicher Direktor des LKH-Univ. Klinikum Graz | ©Martin Wiesner / LKH-Univ. Klinikum Graz

Das Bauprogramm „LKH 2020“ trage dieser Entwicklung Rechnung, wie Univ.-Prof. Ing. DDr. Gerhard Stark, KAGes-Vorstandsvorsitzender, bei der heutigen Veranstaltung betonte. „Der aktuelle Bautrakt wird 2025 fertiggestellt sein. Damit gelingt uns ein weiterer großer Schritt in Richtung Finalisierung des Großbaus, der ausreichend Platz fĂŒr Patient*innenbetreuung auf einem topmodernen Level ermöglicht. Einem Level, auf dem InterdisziplinaritĂ€t nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte RealitĂ€t ist. Die vielen Spezialist*innen, die hier am Uniklinikum und damit auch in den Notaufnahmen und chirurgischen Kliniken an einem Strang ziehen, gewĂ€hrleisten dieses Niveau tagtĂ€glich. Es ist das Gebot der Stunde, diesen starken, interdisziplinĂ€ren Teams auch ausreichend Raum zur VerfĂŒgung zu stellen“, sagte Stark und bedankte sich in der Folge herzlich bei allen beteiligten Gewerken, die es durch ihren Einsatz ĂŒberhaupt erst ermöglichen, diesen Raum zu schaffen. Dem Dank schloss sich auch Dipl.-KHBW Ernst Fartek an. „Egal, wie groß ein Projekt auch sein mag, es braucht den Einsatz jeder und jedes einzelnen, um es zu realisieren“, erklĂ€rte der KAGes-Finanzvorstand und wies nicht ohne Stolz darauf hin, dass es gelungen sei, ausschließlich heimische Unternehmen im Projekt zu beschĂ€ftigen. Das Investitionsvolumen fĂŒr die aktuelle Bauetappe bezifferte er mit knapp 93 Millionen Euro.

Neues "Eingangstor" und großzĂŒgige Dachterrasse

Der aktuelle Neubau umfasst neun Stockwerke und drei Untergeschoße, wobei sich die kĂŒnftige ZNA ĂŒber das Tiefparterre erstreckt und direkt mit neuen Einrichtungen der Univ.-Klinik fĂŒr Radiologie sowie der „Tagesklinik chirurgische Kliniken“ verbunden ist. Durch die kurzen Wege und die optimierte, zentral organisierte Verwaltung der ZNA wird im wahrsten Sinne des Wortes mehr Raum fĂŒr die individuelle Betreuung jedes/r einzelnen Patient*in geschaffen. Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Rektor der Med Uni Graz, verglich die neue Notaufnahme „mit einem exzellent ausgestatteten, nach modernen betriebsorganisatorischen Erkenntnissen errichteten ,Eingangstor‘ fĂŒr erwachsene Akutpatient*innen. „Zudem dient sie“, wie er weiter erklĂ€rte, „als wesentlicher Teil des UniversitĂ€tsspitals zusĂ€tzlich als wichtige klinische Forschungs- und Lehreinrichtung der Medizinischen UniversitĂ€t Graz“.
Wie auf den gezeigten Renderings zu sehen, ist das Erdgeschoß des neuen Traktes als offenes Foyer mit einem Infoschalter und einem CafĂ© gestaltet und wird Drehscheibe zwischen den Stationen im neuen Chirurgiehochhaus (C/D-Trakt) und den Ambulanzbereichen im angrenzenden Chirurgiealtbau sein. Im 1. OG werden RĂ€umlichkeiten fĂŒr prĂ€operative Narkoseuntersuchungen und fĂŒr die Schmerzambulanz geschaffen und im 2. OG wird es einen Untersuchungsbereich fĂŒr Schwerbrandverletzte und damit eine Schnittstelle zu den Bereichen der Klinischen Abteilung fĂŒr Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie bzw. den Intensivstationen geben. Im 3. OG wird u. a. die InterdisziplinĂ€re Chirurgische Forschung untergebracht sein. Die restlichen Geschosse (4 bis 9) bieten ĂŒberwiegend neuen Raum fĂŒr Lager, Therapie- und Verwaltungsbereiche.
Ein echtes Highlight des Neubaus ist die großzĂŒgige und teilweise ĂŒberdachte Dachterrasse, die kĂŒnftig Patient*innen, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen zur VerfĂŒgung stehen wird.

Klinischer Alltag trotz BautÀtigkeit

Zur heutigen Gleichenfeier begrĂŒĂŸten die Verantwortlichen auch Dr.in Juliane Bogner-Strauß. Die LRin fĂŒr Gesundheit, Pflege, Sport und Gesellschaft zeigte sich besonders von der
Tatsache angetan, dass die Realisierung des neuen Chirurgiekomplexes bei laufendem Krankenhausbetrieb vorgenommen wurde bzw. nach wie vor wird. „Es ist bewundernswert, wie flexibel die Mitarbeiter*innen der chirurgischen Kliniken sowie der Notaufnahmen des LKH-Univ. Klinikum Graz diese Situation tagtĂ€glich und seit vielen Jahren meistern. Sie alle sorgen dafĂŒr, dass der klinische Alltag problemlos lĂ€uft, obwohl rund um sie dieser hochmoderne GebĂ€udekomplex errichtet wird. Wirklich ein ganz herzliches Dankeschön dafĂŒr“, so die LRin, die gemeinsam mit allen Anwesenden der Tradition entsprechend nach dem Gleichenspruch auf den erfolgreichen Baufortschritt anstieß.

Projektdetails zur "Chirurgie/Bauetappe 3/ZNA" des LKH-Univ. Klinikum Graz

Auftraggeber: SteiermÀrkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.
Planung: DI Cornelia Reiser (Projektplanung), DI Markus Pernthaler-Arch ZT GmbH (Planung Architektur)
Baubeginn: Juni 2021
Geplante Fertigstellung: November 2025
GesamtflĂ€che: 14.537 mÂČ
GeschÀtzte Kosten: knapp 93 Millionen Euro
DurchfĂŒhrung: steirische bzw. österreichische Unternehmen
Infobox

Das Bauprogramm „LKH 2020“ soll den Mitarbeiter*innen des LKH-Univ. Klinikum Graz ein Arbeiten in topmodernen GebĂ€uden, die nach neuestem Stand der Technik ausgestattet sind, ermöglichen und dadurch auch weiterhin die bestmögliche medizinische Versorgung der Patient*innen gewĂ€hrleisten. Das Bauprogramm LKH 2020 umfasst unter anderem die Generalsanierung des Chirurgiekomplexes und die Neubauten der Univ.-Klinik fĂŒr Radiologie und der Univ.-Klinik fĂŒr Zahnmedizin und Mundgesundheit.

Die Errichtungskosten inklusive Eigenleistung der KAGes betragen fĂŒr das gesamte Bauprogramm 593,86 Millionen Euro.

Kontakt

Pressestelle des LKH-Univ. Klinikum Graz
Mag. Simone Pfandl-Pichler
Auenbruggerplatz 1, 8036 Graz

Telefon: +43 316 385-87791
Fax: +43 316 385-16942

simone.pichler@uniklinikum.kages.at

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