Patienten & Angehörige

Patient*innenrechte und -pflichten

Das Wohl der Patient*innen zu gew√§hrleisten, steht im Fokus des Arbeitsalltags jeder einzelnen Mitarbeiterin/jedes einzelnen Mitarbeiters des LKH-Univ. Klinikum Graz. Daher sind auch alle Organisations- und Behandlungsabl√§ufe in unserem Krankenhaus auf Ihre medizinischen und pflegerischen Bed√ľrfnisse ausgerichtet. Umso wichtiger es uns, stets auch ein offenes Ohr f√ľr Ihre W√ľnsche und Anregungen, aber auch f√ľr eine m√∂gliche Kritik zu haben. Daher d√ľrfen wir Sie ermutigen, uns im Fall des Falles Ihre Anliegen mitzuteilen. Idealerweise gleich direkt vor Ort, d. h. auf der Station oder in der Ambulanz, auf/in der Sie betreut wurden. Sollte dies aus irgendeinem Grund nicht m√∂glich sein und Sie au√üerdem das Gef√ľhl haben, dass Ihre Patient*innenrechte nicht ausreichend gewahrt wurden, wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Recht und Beschwerden oder direkt an die √§rztliche oder pflegerische Leitung der jeweiligen Klinik.

Des Weiteren hat das Land Steiermark hat f√ľr Patient*innen der steirischen Krankenanstalten eine Patient*innenvertretung eingerichtet, die Patient*innen- und Pflegeombudsschaft: Dr. Michaela Wlattnig und ihre Mitarbeiter*innen stehen Ihnen gerne mit Information und Beratung zur Seite und helfen bei der Durchsetzung Ihrer Anliegen.

  • Es besteht Ihnen gegen√ľber die Verpflichtung, Sie √ľber Behandlungsm√∂glichkeiten und typische Risiken aufzukl√§ren.
  • Selbstverst√§ndlich k√∂nnen Sie jederzeit eine Vertrauensperson Ihrer Wahl hinzuziehen bzw. zu Rate ziehen.
  • Wir d√ľrfen Untersuchungen und Behandlungen grunds√§tzlich nur nach Ihrer vorherigen Zustimmung vornehmen.
  • Sofern Sie j√ľnger als 18 Jahre sind, hat die behandelnde √Ąrztin / der behandelnde Artzt zu √ľberpr√ľfen, ob Sie selbst in die vorgesehene Behandlung einwilligen k√∂nnen, oder ob es der Zustimmung Ihres gesetzlichen Vertreters bedarf. Gleiches gilt, wenn die Einsichts- und Urteilsf√§higkeit aus anderen Gr√ľnden als der Minderj√§hrigkeit (geistige Behinderung, psychische Erkrankung etc.) beeintr√§chtigt ist.
  • Fehlt f√ľr die Zustimmung die Einsichts- und Urteilsf√§higkeit, so ist ‚Äď sofern die Vornahme der medizinischen Behandlung nicht durch eine verbindliche Patientenverf√ľgung ausgeschlossen ist oder eine Vorsorgevollmacht vorliegt ‚Äď die Zustimmung einer/eines dazu berechtigten Vertreterin/Vertreters erforderlich.
  • Wenn ein Aufschub der Behandlung Ihr Leben gef√§hrden w√ľrde oder mit der Gefahr einer schweren Gesundheitssch√§digung verbunden w√§re, kann der Arzt/die √Ąrztin von der Einholung Ihrer Zustimmung absehen. In diesen F√§llen hat der behandelnde Arzt/die behandelnde √Ąrztin Entscheidungen zu Ihrem Wohl und in Ihrem Interesse zu treffen.
  • Sollten Sie es w√ľnschen, k√∂nnen Sie auch gegen den √§rztlichen Rat die Krankenanstalt vorzeitig verlassen. In diesem Fall m√ľssen Sie vorher √ľber alle nachteiligen gesundheitlichen Folgen informiert werden und dies schriftlich best√§tigen (Entlassung gegen Revers).
  • F√ľr die √§rztliche Behandlung und Pflege ist ausschlie√ülich Ihr Gesundheitszustand ma√ügeblich. Sie werden station√§r so lange √§rztlich behandelt, gepflegt und verk√∂stigt, wie dies aus medizinischer Sicht notwendig ist.
  • Unbedingt notwendige erste √§rztliche Hilfe darf in √∂ffentlichen Krankenanstalten niemandem verweigert werden.
  • Notfallpatient*innen m√ľssen somit jederzeit aufgenommen werden. Sollte kein Bett in der entsprechenden Klasse verf√ľgbar sein, werden Sie selbstverst√§ndlich ohne Verrechnung von Mehrkosten so lange in der Sonderklasse untergebracht, bis der Platzmangel behoben ist.
  • Mutter (Begleitperson) und S√§ugling sind gemeinsam in Krankenanstaltspflege aufzunehmen. Ansonsten k√∂nnen Begleitpersonen nur dann aufgenommen werden, wenn die Anstaltseinrichtungen dies zulassen.
  • √Ąrztliche Untersuchungen und Behandlungen in Krankenanstalten d√ľrfen nur nach den Grunds√§tzen und anerkannten Methoden der medizinischen Wissenschaft vorgenommen werden.
  • Ihre Entlassung erfolgt, wenn auf Grund des Ergebnisses einer anstalts√§rztlichen Untersuchung die Anstaltspflege nicht mehr notwendig ist.
  • Vor jeder Entlassung erfolgt die Feststellung Ihres Gesundheitszustandes.
  • √úber Ihr Verlangen ist Ihnen √ľber die Dauer der Anstaltsbehandlung eine Best√§tigung auszustellen.
  • Sie haben ein Recht auf Ausstellung eines Entlassungsbriefes.
  • Kann eine/ein Patient*in sich nicht selbst √ľberlassen werden und ist seine/ihre √úbernahme durch Angeh√∂rige oder ihr nahe stehende Personen nicht sichergestellt, ist der nach dem Sitz der Krankenanstalt zust√§ndige Tr√§ger der Sozialhilfe rechtzeitig von der bevorstehenden Entlassung zu verst√§ndigen.
  • Sie haben ein Recht auf r√ľcksichtsvolle und umsichtige Behandlung.
  • Sie haben ein Recht auf ausreichende Wahrung der Intimsph√§re auch in Mehrbettr√§umen.
  • Die Krankenanstalten verpflichten sich, Krankenr√§ume bei station√§rer Versorgung von Kindern m√∂glichst kindergerecht auszustatten.
  • Sie haben ein Recht darauf, dass ausreichend Besuchs- und Kontaktm√∂glichkeiten mit der Au√üenwelt bestehen. Im Fall einer nachhaltigen Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes k√∂nnen Vertrauenspersonen auch au√üerhalb der Besuchszeiten Kontakt mit Ihnen aufnehmen.
  • Auf Wunsch erhalten Sie Unterst√ľtzung von psychologisch geschulten Personal.
  • Auf Wunsch k√∂nnen Sie eine seelsorgerische Betreuung in Anspruch nehmen.
  • Die Krankenanstalt hat sicherzustellen, dass ein w√ľrdevolles Sterben erm√∂glicht wird.
  • Den Vertrauenspersonen ist eine Kontaktpflege mit Sterbenden zu erm√∂glichen.

Sie haben das Recht, Ihre Krankengeschichte √ľber die Behandlung und deren Verlauf einzusehen und erhalten auf Wunsch eine kostenpflichtige Kopie der Krankengeschichte.

  • Alle in einer Krankenanstalt besch√§ftigten Personen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Verpflichtung zur Verschwiegenheit erstreckt sich auf alle Ihren Gesundheitszustand betreffenden Umst√§nde sowie auf Ihre pers√∂nlichen, wirtschaftlichen und sonstigen Verh√§ltnisse, die diesen Personen in Aus√ľbung ihrer Funktion anl√§sslich Ihrer Behandlung bekannt geworden sind.
  • Ausnahmen von der Verschwiegenheitspflicht sind gesetzlich genau geregelt. Keine Verpflichtung zur Verschwiegenheit besteht, wenn Sie der Weitergabe von Daten bzw. Informationen zugestimmt haben (Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht).
  • Ihre Patient*innendaten sind besonders gesch√ľtzt und d√ľrfen von der Krankenanstalt nur verwendet, d. h. verarbeitet und √ľbermittelt werden, soweit dies zur Erf√ľllung der Aufgaben der Krankenanstalt notwendig ist. Jede Datenverwendung darf nur im erforderlichen Ausma√ü und mit den gelindesten zur Verf√ľgung stehenden Mitteln erfolgen.
  • Auf Ihr Verlangen ist Ihnen von der Krankenanstalt auch dar√ľber Auskunft zu geben, welche Daten √ľber Sie verarbeitet werden und an wen welche Daten √ľbermittelt wurden.
  • Sie haben einen Anspruch auf Berichtigung falscher Daten.
  • Die Rechtstr√§ger von Krankenanstalten sind erm√§chtigt, personenbezogene Daten von Patient*innen in anonymisierter Form zu Zwecken der Ausbildung an Ausbildungseinrichtungen f√ľr Gesundheitsberufe zu √ľbermitteln.

Hinweis: F√ľr Anfragen √ľber Ihre Anwesenheit gibt es in den Krankenanstalten ein Patientenauskunftsystem (Pf√∂rtner-, Religionsliste). Wenn Sie nicht wollen, dass √ľber Ihre Anwesenheit gegen√ľber Dritten Auskunft erteilt wird, geben Sie dies bitte beim Aufnahmegespr√§ch bekannt.

  • Sie haben das Recht auf eine Informationsm√∂glichkeit √ľber die Ihnen zustehenden Patient*innenrechte. Die Krankenanstalt ist verpflichtet, Sie oder Ihre Angeh√∂rigen zu informieren oder Ihnen eine Person oder Stelle bekannt zu geben, die Ihnen f√ľr Informationen, Beschwerden, aber auch Anregungen zur Verf√ľgung steht.
  • Wir sind bem√ľht, Hausbrosch√ľren, Hausordnungen, allgemeine und stationsbezogene Informationen f√ľr Sie verf√ľgbar zu halten. Der Inhalt dieser Brosch√ľren reicht von der Vorstellung der Mitarbeiter*innen √ľber das Leistungsangebot bis zu den Zeiten der Visiten, des Essens und den Besuchsregelungen. Fragen Sie im Krankenhaus danach.
  • Um einen optimalen Gesundungsprozess zu gew√§hrleisten, sind auch Sie angehalten, einige Richtlinien zu erf√ľllen.
  • Dazu geh√∂ren insbesondere das Einhalten der Therapierichtlinien, die Kooperation mit den √Ąrzt*innen und dem Pflegepersonal w√§hrend des Heilungsprozesses, die grunds√§tzliche Nikotin-, Alkohol- und Drogenabstinenz sowie das Anpassen an notwendige organisatorische Erfordernisse, die sich durch den Klinikumsbetrieb ergeben.
  • Dar√ľber hinaus haben Sie die Pflicht, sich gegen√ľber Mitpatient*innen und dem Krankenhauspersonal angemessen zu verhalten und auf deren Rechte R√ľcksicht zu nehmen. Ebenso gelten die allgemeinen Bedingungen der Hausordnung, die gut sichtbar in allen G√§ngen ausgehangen sind.
  • Bitte beherzigen Sie diese Pflichten, damit Ihre Gesundung und die Ihrer Mitpatient*innen noch schneller von statten gehen kann.

Im Interesse einer bestm√∂glichen Behandlung und Betreuung unserer Patient*innen ist es notwendig, die Anordnungen des Personals zu befolgen. Personen, die sich den Anordnungen trotz Abmahnung nicht f√ľgen oder gr√∂blich gegen die Hausordnung versto√üen, k√∂nnen ‚Äď au√üer in F√§llen von Unabweisbarkeit ‚Äď aus dem Krankenhaus gewiesen werden.

  1. Das Betreten und Befahren des Krankenhausbereichs und seiner Einrichtungen ist nur im vom Direktorium erlaubten Ausmaß zulässig und erfolgt auf eigene Gefahr. Zutrittsbeschränkungen und -verbote, insbesondere zu speziellen Risikobereichen, sind einzuhalten.
  2. F√ľr das Abstellen von Fahrzeugen im Parkraum des Krankenhauses beachten Sie bitte die geltende Parkraum- und Garagenordnung.
  3. Tiere sind in den R√§umlichen des Krankenhauses nur mit ausdr√ľcklicher Zustimmung des Personals gestattet, ausgenommen davon sind ausgewiesene Assistenz- bzw. Therapiehunde.
  4. Aus hygienischen Gr√ľnden k√∂nnen R√§umlichkeiten mit einem absoluten Tierverbotsschild versehen werden.
  5. Halten Sie die R√§umlichkeiten, Einrichtungen und Pl√§tze des Krankenhauses sauber. Bitte achten Sie auf eine ad√§quate K√∂rperhygiene, widrigenfalls die Behandlung ‚Äď au√üer bei Unabweisbarkeit ‚Äď nicht vorgenommen werden kann.
  6. F√ľr Wertgegenst√§nde wird grunds√§tzlich keine Haftung √ľbernommen. Bitte bringen Sie nur notwendige Dinge mit und verzichten Sie auf die Mitnahme von Schmuck, gr√∂√üeren Geldbetr√§gen oder anderen Wertsachen.
  7. Die Mitnahme von gefährlichen Gegenständen ist ausschließlich den hierzu befugten Personen (Sicherheitsdienst, Exekutive, Justizwache) im Rahmen ihrer dienstlichen Notwendigkeit gestattet.
  8. Tätigkeiten, die eine Brandgefahr darstellen, sind streng verboten. Im Brandfall betätigen Sie bitte sofort den Handfeuermelder und informieren Sie das Personal.
  9. Das Rauchen (einschlie√ülich der Konsum von E-Zigaretten) ist nur in den ausdr√ľcklich gekennzeichneten Rauchzonen gestattet. Bitte beachten Sie, dass das Rauchen ungesund ist und den Behandlungserfolg gef√§hrden kann.
  10. Der Aufenthalt von offensichtlich betrunkenen Personen auf dem Areal des Krankenhauses ist verboten.
  11. Betteln, Hausieren, Waren- und Dienstleistungsverkehr, Veranstaltungen, Versammlungen und Aushänge sowie jede Art von Werbung sind im Bereich des Krankenhauses nur nach gesonderter Genehmigung des Direktoriums gestattet.
  12. Das Handyverbot in gekennzeichneten Bereichen ist zu beachten.
  13. Topfpflanzen sind in den Krankenzimmern nicht erlaubt.
  14. Foto-, Film- und Tonaufnahmen sind in den Einrichtungen des Krankenhauses nur nach vorheriger Zustimmung durch das Direktorium bzw. durch die Leitung der jeweiligen Organisationseinheit gestattet.
  15. Achten Sie zum Wohle unserer Patient*innen auf die Ruhezeiten und vermeiden Sie Lärm und störendes Verhalten.
  16. Bitte beachten Sie die Besuchszeiten und -regelungen der jeweiligen Station und vermeiden Sie Besuche in großer Anzahl. Mitarbeiter*innen der Station können im Interesse der (Mit-)Patient*innen und zur Aufrechterhaltung eines geregelten Krankenhausbetriebes Besuche und Besucher*innenzahlen einschränken.
  17. Verbale und tätliche Angriffe und sonstiges ausfälliges Verhalten werden in unserem Haus nicht toleriert und zum Schutz der auf dem Krankenhausareal befindlichen Personen geahndet.
LKH-Univ. Klinikum Graz / Stabsstelle Recht und Beschwerden

Auenbruggerplatz 1, 8036 Graz
Telefon: +43 316 385-83007
Fax: +43 316 385-16020
recht@klinikum-graz.at


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