Miteinander in Therapie und Diagnostik

Miteinander in
Therapie und
Diagnostik

Eine verantwortungsbewusste Behandlung von Patient*innen auf wissenschaftlichem Niveau erfordert heute in vielen Bereichen das reibungslose Zusammenwirken von Medizin und modernster Technik. Im Sinne der Sicherheit der behandelnden Personen sind verantwortungsvolle Tätigkeiten im medizinisch-technischen Bereich an besondere Qualifikationen gebunden. Angehörige der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (MTD) erwerben diese Qualifikationen im Rahmen der Grundausbildung an einer Fachhochschule und in weiteren Aus- und Fortbildungen. Die Grundausbildung dauert 6 Semester und schließt mit einem Bachelor of Science in Health Studies ab.

Im Universit√§tsklinikum bieten wir ein vielseitiges internes und externes Bildungsprogramm und unterst√ľtzen die fachliche und pers√∂nliche Entwicklung.

Die berufsspezifischen T√§tigkeiten werden in allen sieben Berufen eigenverantwortlich ausge√ľbt mit dynamischem, fachlichem und sozialem Austausch in engagierten, multiprofessionellen Teams mit hoher Expertise und Mitgestaltungsm√∂glichkeit.

Neben der F√ľhrungslaufbahn zu k√ľnftigen qualifizierten F√ľhrungskr√§ften ist im MTD-Bereich auch die fachliche Weiterentwicklung zum ‚ÄěAdvanced oder Senior MTD‚Äú im Rahmen des Fachkarrieremodells m√∂glich.

Weiters unterst√ľtzen auch Mitarbeiter*innen aus dem medizinisch-technischen Fachdienst und aus den medizinischen Assistenzberufen (Labor- und R√∂ntgenassistenz) die Kolleg*innen der gehobenen medizinisch-technischen Dienste.

Der Bereich der medizinisch-technischen Dienste wird dienstrechtlich, organisatorisch und disziplin√§r von der MTD-Leitung gef√ľhrt. Die sieben MTD-Fachbereichsleitungen (Leitende aus den 7 Berufsgruppen der gehobenen MTD) stehen der MTD-Leitung als Steuerungsgruppe beratend und unterst√ľtzend zur Seite.

Der MTD‚ÄďBereich unseres Hauses umfasst rund 700 Mitarbeiter*innen, die f√ľr unsere Patient*innen in Pr√§vention, Diagnostik, sowie Beratung und Therapie t√§tig sind.

Hier finden Sie eine kurze Beschreibung der einzelnen Berufsgruppen und unserer Tätigkeiten im Klinikum:

Berufsgruppen

Untersuchungen und Behandlungen sowie Forschungst√§tigkeiten erfordern eine Vielzahl an Analysen im Labor. Mit der Ausf√ľhrung aller Labormethoden (Pr√§analytik, Analytik, Diagnostik) und der Auswertung und Beurteilung (= biomedizinische Validierung) der Ergebnisse, sind die Biomedizinischen Analytikerinnen und Analytiker (BMA) befasst. In der Humanmedizin widmen sie sich, abgesehen von diesen T√§tigkeiten, auch der Funktionsdiagnostik, wo sie unmittelbar mit Menschen arbeiten.

Wesentliche Schwerpunkte in der Ausf√ľhrung der T√§tigkeiten sind die Qualit√§tssicherung in allen Bereichen, die Dokumentation und die Evaluierung neuer Methoden und Ger√§te.

Die Arbeitsgebiete sind sehr vielfältig und umfassen folgende Bereiche:

  • Klinische Chemie und Point-of-Care-Testing
  • H√§matologie und H√§mostaseologie
  • Immunh√§matologie und Transfusionsmedizin
  • Immunologie
  • Histologie
  • Zytologie
  • Mikrobiologie
  • Molekularbiologie, Genetik und Zellkultur
  • Nuklearmedizin
  • Funktionsdiagnostik (z.B. pulmonale, kardiovaskul√§re, angiologische, elektrophysiologische Funktionsdiagnostik)

Bei Aufnahme in das Krankenhaus wird der Ern√§hrungszustand aller Patient*innen erfasst. Bei Bedarf wird eine Ern√§hrungsvisite durch eine/n Di√§tolog*in (DIO) durchgef√ľhrt und anschlie√üend eine entsprechende Intervention gesetzt. Dies umfasst beispielsweise ein individuelles Ern√§hrungstherapiekonzept oder eine Ern√§hrungsberatung, welche auch im Beisein von Angeh√∂rigen erfolgen kann.

W√§hrend des Krankenhausaufenthaltes kommt der Speisenversorgung eine gro√üe Bedeutung zu. Nicht nur der Geschmack, sondern auch eine ad√§quate N√§hrstoffversorgung ist wesentlich, da eine angemessene Ern√§hrung g√ľnstige Auswirkungen auf den Heilungsprozess und das Wohlbefinden hat. Eine gesundheitsf√∂rdernde Kost ist somit eine wichtige S√§ule in der Gesamttherapie der Patient*innen.

T√§glich stehen 3 Men√ľs zur Wahl, die sowohl eine pr√§ventive Ausrichtung haben, als auch ern√§hrungstherapeutische Aspekte ber√ľcksichtigen. Lebensmittel werden bevorzugt von regionalen Betrieben bezogen und auf Saisonalit√§t wird geachtet.

Wissenschaftlich fundierte und klinisch relevante Di√§tkostformen werden dem KAGes Standard entsprechend verordnet und angeboten. Nicht nur das Essen, sondern auch die k√ľnstliche Ern√§hrung (enterale und parenterale Ern√§hrung) ist ein wesentlicher Teil im Gesamtkonzept der Ern√§hrungstherapie.

Bei Fortf√ľhrung einer Ern√§hrungstherapie √ľber den station√§ren Krankenhausaufenthalt hinaus - vor allem im Bereich der k√ľnstlichen Ern√§hrung (heimenteral, heimparenteral, Trinknahrung) - werden Ern√§hrungstherapiepl√§ne individuell erstellt, im Zuge einer di√§tologischen Beratung erkl√§rt und an Betroffene / Angeh√∂rige / Haus√§rzt*innen / Pflegeinstitutionen ausgeh√§ndigt.

Ergotherapeut*innen (ET) machen Angebote f√ľr Menschen in allen Lebensphasen, sowohl in der Akutbehandlung / Rehabilitation als auch in der Sekund√§r- und Terti√§rpr√§vention und in Zukunft zunehmend auch in der Gesundheitsf√∂rderung / Prim√§rpr√§vention.

Die Interventionen betreffen die Lebensbereiche Produktivit√§t, Selbstversorgung und Freizeit / Erholung. Die ergotherapeutischen Interventionen umfassen die ergotherapeutische Diagnostik / Abkl√§rung, die Beratung und die Therapie bzw. das Angebot von durchzuf√ľhrenden Ma√ünahmen.

Ergotherapie gibt es f√ľr Kinder und Jugendliche, f√ľr Menschen im Erwerbsalter und nat√ľrlich f√ľr √§ltere und alte Menschen.

Beispiele sollen Einblick in die Vielfalt der ergotherapeutischen Angebote geben.

Angebote f√ľr Kinder und Jugendliche:

z.B. Lebensbereich Selbstversorgung / Aktivitäten des täglichen Lebens

‚ÄĘ Ergotherapeutische Diagnostik: Ergotherapeut*innen erfassen, ob die Selbst√§ndigkeit eines Kindes altersentsprechend ist, z.B. was seine Selbstversorgung betrifft.

‚ÄĘ Beratung: Ein Kind, z.B. mit rheumatischer Erkrankung, und dessen Bezugspersonen erhalten Tipps zur Nutzung von Schienen und Hilfsmitteln zur Erleichterung der t√§glichen Abl√§ufe und zur Verh√ľtung einer Verschlimmerung (z.B. Lagerungsschiene f√ľr die Nacht, Schreibhilfe und Besteckanpassungen). Au√üerdem bekommen sie Anregungen zu spezifisch ausgew√§hlten, kindgerechten, lustvollen Bet√§tigungen.

‚ÄĘ Therapie: Mit Unterst√ľtzung der/des Ergotherapeut*in erlernt z.B. das halbseitig gel√§hmte Kind in der konkreten Alltagssituation das Aus- und Anziehen, Z√§hneputzen, Essen usw.

Angebote f√ľr √§ltere und alte Menschen:

z.B. neue Angebote der Gesundheitsförderung / Primärprävention Beratung

‚ÄĘ Ergotherapeut*innen erstellen F√§higkeits-, Ressourcen und Anforderungsanalysen f√ľr Senioren, die gesellschaftliche Aufgaben √ľbernehmen m√∂chten, damit sie ihre Kompetenzen bestm√∂glich einsetzen und aktiv bleiben k√∂nnen (z.B. im Rahmen von ehrenamtlicher Nachbarschaftshilfe, Talentb√∂rse, Kinderbetreuung, Gartenpflege, Mithilfe im Altenheim, Expertent√§tigkeit).

‚ÄĘ Ergotherapeut*innen beraten √§ltere Menschen beim Austritt aus dem Erwerbsleben im Hinblick auf eine zufrieden stellende Gestaltung ihrer neuen Rolle.

‚ÄĘ Ergotherapeut*innen erstellen z.B. Gutachten in Bezug auf die Selbst√§ndigkeit bzw. den Betreuungsbedarf √§lterer Menschen (z.B. Haushaltsarbeit, Kochen, Geld- und Zeitmanagement).

‚ÄĘ Ergotherapeut*innen beraten Einzelpersonen und sensibilisieren Seniorengruppen zu unterschiedlichen Themen wie: ‚ÄěSicheres Wohnen im Alter‚Äú, ‚ÄěSturzpr√§vention‚Äú, ‚ÄěHaushalt leicht gemacht‚Äú.

‚ÄĘ Ergotherapeut*innen kl√§ren z.B. f√ľr Reiseveranstalter ab, ob die Reisebedingungen an einer bestimmten Destination f√ľr √§ltere / alte Menschen geeignet sind bzw. welches Anforderungsprofil erforderlich ist.

In allen Lebensabschnitten eines Menschen k√∂nnen Logop√§d*innen (LO) einen wertvollen Beitrag zu mehr Lebensqualit√§t leisten ‚Äď hier ein kurzer Streifzug durch die verschiedenen Einsatzbereiche der Logop√§die.

Eltern von Fr√ľhchen erleben h√§ufig, dass ihr Kind sich nicht ausreichend f√ľttern l√§sst oder die Nahrung verweigert, z.B. aufgrund mangelnder Muskelkraft und deshalb eine Nasensonde ben√∂tigen. In der logop√§dischen Therapie an der Neonatologie arbeiten wir gemeinsam mit dem Kind, den Eltern und den pflegenden Personen daran, die fr√ľhkindliche Atem-Saug-Schluckkoordination zu ko-regulieren und St√∂rungen des Saugens- und Schluckens zu verbessern. Mit der Geburt und den ersten Interaktionen beginnt die eigentliche Sprachentwicklung. Bereits im Alter von sechs Monaten h√∂ren wir die ersten Lautproduktionen von S√§uglingen. Die Sprache mit all ihren Facetten wird bis zum f√ľnften Lebensjahr vollst√§ndig erworben.

Aus unterschiedlichen Gr√ľnden kann es beim Erwerb zu Beeintr√§chtigungen kommen und eine Sprachentwicklungsverz√∂gerung oder ‚Äďst√∂rung ist die Folge. Dabei k√∂nnen Einschr√§nkungen des Sprachverst√§ndnisses und des Wortschatzes auftreten, Schwierigkeiten bei der Verwendung der Grammatik oder auch Auff√§lligkeiten in der Aussprache. F√ľr das aktive Sprechen ist ein koordiniertes Zusammenspiel vieler gro√üer und kleiner Muskeln im Rumpf-, Hals- und Mundbereich notwendig. Kommt es hier zu einem Ungleichgewicht, kann sich das als Artikulationsst√∂rung oder Redeflussst√∂rung (Stottern, Poltern) zeigen.

Wenn Eltern bei ihrem Kind Sprach- oder Sprechauff√§lligkeiten wahrnehmen, ist eine fr√ľhzeitige logop√§dische Diagnostik und Therapie sinnvoll, damit wir gezielt die Schwierigkeiten erkennen und behandeln k√∂nnen.

Weiters arbeiten wir mit Menschen aller Altersgruppen, die an Stimmst√∂rungen unterschiedlicher Ursachen leiden. Sie kennen das sicher: Nach einer Feier, bei der es hoch herging und Sie sich viel und laut unterhalten haben, kratzt am n√§chsten Tag der Hals und die Stimme ist heiser. Passiert es h√§ufig, dass die Stimme durch zu viel Druck und Spannung oder eine ung√ľnstige Atemtechnik beim lauten Sprechen √ľberanstrengt wird, kann es zu funktionellen Stimmst√∂rungen kommen.

Andererseits k√∂nnen Stimmst√∂rungen auch organisch durch Ver√§nderungen am Kehlkopf ausgel√∂st werden, wie etwa Stimmlippenkn√∂tchen, L√§hmungen der Stimmlippen oder auch Tumoren. Und manchmal wird die Stimme nach einem belastenden Ereignis, andauerndem Stress oder durch psychische Erkrankungen br√ľchig, oder der Mensch verliert seine Stimme ganz. Im Rahmen einer logop√§dischen Stimmtherapie wird dann nach dem Motto ‚ÄěStimme ist die Arbeit an der ganzen Person‚Äú gearbeitet.

Im Laufe des Erwachsenenlebens entwickeln manche Menschen auch eine H√∂rminderung, die sie selbst oft erst relativ sp√§t wahrnehmen, da ein H√∂rverlust meist eher schleichend verl√§uft. Die Kommunikationsf√§higkeit Betroffener wird eingeschr√§nkt und kann zu einer gro√üen Belastung werden. Wir erstellen Audiogramme, um die H√∂rf√§higkeit exakt abzubilden und f√ľhren auch erg√§nzende H√∂rtests durch. H√∂rgest√∂rte Menschen werden dann mit individuell angepassten technischen Hilfsmitteln ausgestattet und bed√ľrfen oft von Beginn an der intensiven logop√§dischen Begleitung.

Im Gegensatz zu solchen erworbenen H√∂rbeeintr√§chtigungen gibt es auch angeborene H√∂rst√∂rungen, die in √Ėsterreich seit 2003 schon bei Neugeborenen erfasst werden, um fr√ľhzeitig eine umgehende Versorgung zu erm√∂glichen.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko f√ľr neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Tumor oder Hirnblutung. Je nachdem, welche Hirnregion gesch√§digt wurde, k√∂nnen Erkrankte ganz unterschiedliche St√∂rungen zeigen, die von uns behandelt werden. Ist beispielsweise die linke Hirnh√§lfte betroffen, k√∂nnen Betroffene pl√∂tzlich Probleme haben, ihr Gegen√ľber zu verstehen, zu schreiben oder zu lesen. Sind bestimmte Hirnnerven betroffen, kann es zu L√§hmungen der Gesichts- und Zungenmuskulatur kommen. Das Sprechen kann stark erschwert oder verwaschen werden, wenn die Koordination der Artikulationsmuskulatur nicht mehr reibungslos funktioniert. Der Fokus der logop√§dischen Therapie liegt in diesen F√§llen auf einer bestm√∂glichen (sprachlichen) Kommunikation und einer selbstbestimmten Teilhabe am Alltag.

Ein weiteres h√§ufiges Symptom solcher akuten oder chronischen neurologischen Erkrankungen (etwa M. Parkinson oder ALS) sind Schluckst√∂rungen, die aber auch als Folge von Operationen im Kopf-Hals-Bereich, nach Langzeitbeatmung oder nach Unf√§llen auftreten k√∂nnen. Auch am Lebensabend leiden Menschen aufgrund altersbedingter Ver√§nderungen der Schluckorgane zunehmend an St√∂rungen der Schluckfunktion. Eine unbehandelte Schluckst√∂rung kann f√ľr die Betroffenen ernste Folgen haben, (z.B.: chronische Bronchitis, Gewichtsverlust, Lungenentz√ľndung) weswegen die Diagnostik und Therapie dieser St√∂rung ein sehr wichtiges Aufgabengebiet der Logop√§die darstellt.

Zusammenfassend l√§sst sich sagen: F√ľr die Logop√§die steht die Erhaltung, Verbesserung bzw. Wiederherstellung menschlicher Kommunikation im Mittelpunkt unserer Arbeit. Unsere Kernaufgaben sind die Pr√§vention, Beratung, Untersuchung, Diagnose, Therapie, Rehabilitation und wissenschaftliche Erforschung von St√∂rungen und Behinderungen der Sprache, des Sprechens, der Atmung, der Stimme, der Mundfunktionen, des Schluckens, des H√∂rverm√∂gens und der Wahrnehmung, die bei allen Altersgruppen auftreten k√∂nnen. Dabei ist die interdisziplin√§re Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Orthoptist*innen arbeiten in Spezialambulanzen von Universitäts-Augenkliniken, in Abteilungen von Krankenhäusern, Augenarztpraxen, Rehabilitationszentren oder freiberuflich.

Hier diagnostizieren und therapieren sie spezielle Augenerkrankungen wie Schielen, Schwachsichtigkeit und unterschiedliche Augenbewegungsstörungen im Rahmen verschiedenster Krankheitsbilder, um die Sehfunktion und Lebensqualität von Menschen aller Altersstufen zu verbessern.

Die sechssemestrige Ausbildung erfolgt an den Fachhochschulen in Wien und in Salzburg im Studiengang Orthoptik, wo jährlich 12 bis 15 Studierende ihr Studium abschließen.

Orthoptist*innen untersuchen, diagnostizieren und therapieren

  • Fehlsichtigkeit und Schwachsichtigkeit
  • Angeborene und erworbene Schielformen
  • Augenbewegungsst√∂rungen und Augenmuskell√§hmungen mit und ohne Doppelbilder, die nach Unf√§llen oder im Zusammenhang mit neurologischen und/oder internistischen Erkrankungen entstehen k√∂nnen
  • Augenbedingte Kopfschiefhaltungen
  • Augenzittern
  • Augenbewegungsst√∂rungen bei Schwindel
  • Qualit√§t des Beid√§ugigen Sehens
  • Asthenope Beschwerden (Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Verschwommensehen, u.a.)
  • Cerebrale Sehst√∂rungen und Zuf√ľhren zu f√∂rdernden Ma√ünahmen

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen wie Kinder- und Jugendheilkunde, Neurologie, Innere Medizin, HNO, Mund-Kiefer und Gesichtschirurgie, Humangenetik u. a. gewährleistet eine umfassende Versorgung unserer Patient*innen.

Physiotherapie ist Arbeit mit Bewegung. Die F√§higkeit sich zu bewegen, bedeutet die Freiheit ein selbstbestimmtes Leben zu f√ľhren. Physiotherapeut*innen (PT) werden aktiv, wenn es darum geht, die Beweglichkeit zu erhalten oder sie nach Verletzungen oder Erkrankungen wiederherzustellen. Vielf√§ltige Therapieformen tragen dazu bei, das Zusammenspiel von Muskulatur, Gelenken, Nervensystem, Herz-Kreislauf-System und Psyche in Balance zu bringen.

Als Experte f√ľr Bewegungsentwicklung, -kontrolle und Wiederherstellung der Bewegungsf√§higkeit hat die/der Physiotherapeut*in die Vermeidung von Funktionsst√∂rungen, die Erhaltung und Wiederherstellung nat√ľrlicher Bewegungsabl√§ufe und die Gesundheitserziehung zum Ziel. Die physiotherapeutische Intention ist es, Menschen die optimale individuelle Bewegungs- und Schmerzfreiheit sowie Selbst√§ndigkeit zu erm√∂glichen.

Beeinträchtigungen der Bewegungsentwicklung, -kontrolle und Bewegungsfähigkeit können unterschiedlichster Genese sein. Unfälle, akute Krankheiten, chronische Beschwerden des Körpers und der Psyche, angeborene oder erworbene Erkrankungen betreffen diverse Organsysteme und somit direkt oder indirekt die Bewegung.

Physiotherapeut*innen behandeln Betroffene aus allen klinischen Fachbereichen. Auf Grundlage der √§rztlichen Diagnose und Zuweisung werden nach der physiotherapeutischen Befundung die geeigneten physiotherapeutischen Ma√ünahmen ausgew√§hlt und angewendet. Ein individuelles Therapieziel wird vereinbart, die Ergebnisse √ľberpr√ľft und der Therapieplan laufend den Erfordernissen angepasst.

Die Arbeitsbereiche in der Physiotherapie sind sowohl die Gesundheitsförderung und Prävention, als auch die Therapie und Rehabilitation.

Sie erfolgt immer in enger Kooperation mit anderen Berufsgruppen mit dem Ziel der Teilhabe eines betreuten Menschen am gesellschaftlichen Alltag.

Neben Röntgenstrahlen haben verschiedenartige andere ionisierende Strahlen Eingang in die medizinische Diagnose und Therapie gefunden.

Radiologietechnolog*innen (RT) befassen sich - unter Ber√ľcksichtigung des Strahlenschutzes - mit der Anwendung dieser Strahlen f√ľr medizinische Zwecke.

Unser T√§tigkeitsfeld umfasst dar√ľber hinaus noch weitere bildgebende Verfahren (Ultraschall, MRT), die der Untersuchung und Behandlung von Patient*innen dienen

Die Aus√ľbung der Radiologietechnologie umfasst in Umsetzung des radiologietechnologischen Prozesses insbesondere die folgenden T√§tigkeitsbereiche:

Die Vorbereitung, Durchf√ľhrung, klinische Analyse, Auswertung und Qualit√§tssicherung aller radiologietechnologischen Methoden und Verfahren im intra- und extramuralen Bereich, sowie die Anwendung von ionisierender und nichtionisierender Strahlung in Diagnostik, Therapie und bildgest√ľtzten Verfahren, insbesondere in den Bereichen der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie und Cardangiographie inkl. Sterilbereich und Life Support, Computertomographie, Ultraschall, Magnetresonanztomographie, Nuklearmedizin und molekularer Bildgebung, der Strahlentherapie einschlie√ülich Bestrahlungsplanung, die Patientenbetreuung und -beratung w√§hrend der Strahlentherapie und Nuklearmedizin, der Herstellung des gebrauchsfertigen Zustands von Radiopharmaka einschlie√ülich der damit verbundenen Qualit√§tskontrollen und den Strahlenschutz, sowie sonstige bildgebender Verfahren in Pr√§vention, Kuration und Palliation.

Au√üerdem umfasst die Radiologietechnologie die Erhebung, Erzeugung, Optimierung, Bearbeitung, Plausibilit√§tspr√ľfung der erhobenen Bild- und Untersuchungsdaten, deren Auswertung und Dokumentation, die Evaluation und Weiterleitung der ma√ügeblichen Daten, Ma√ünahmen der Informations- und Kommunikationstechnologie in der Medizin, Durchf√ľhrung der Qualit√§tssicherung, Dosimetrie und √úberwachung des Strahlenschutzes, der MRT-Sicherheit und der Hygienema√ünahmen, sowie deren Analyse und Beurteilung.

Karriere

Im Univ. Klinikum Graz stehen f√ľr MTD 2 Karrierewege offen.

√úber ein eigenes F√∂rderprogramm k√∂nnen sich Mitarbeiter*innen f√ľr die F√ľhrungslaufbahn zu k√ľnftigen F√ľhrungskr√§ften in allen 7 Berufsgruppen qualifizieren.

Unsere Advanced oder Senior MTD sind fachliche AnsprechpartnerInnen (‚ÄěMTD-Servicestellen‚Äú) die KAGes-weit allen Mitarbeiter*innen im MTD-Bereich, wie auch allen anderen Berufsgruppen zur Verf√ľgung stehen - mit dem Ziel, in Fachfragen zu unterst√ľtzen und als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Patient*innenversorgung einflie√üen zu lassen.

Das Aufgabenprofil von Senior bzw. Advanced-MTD umfasst im Wesentlichen folgende Tätigkeitsschwerpunkte im jeweiligen Fachgebiet:

  • Einbringen der fachlichen Expertise
  • Fachliche Supervision / Konsil
  • Fachliche Unterst√ľtzung der MTD-F√ľhrungskr√§fte
  • Vertieftes Qualit√§ts- und Risikomanagement
  • Vertieftes Wissensmanagement
  • Wissenschaftliches Arbeiten

Die Unterscheidung zwischen der Senior- und Advanced-MTD-T√§tigkeit liegt in der fachlichen Tiefe und dem zeitlichen Umfang der Funktionsaus√ľbung.
Die Funktion des Advanced MTD zeichnet sich zudem durch den besonderen Auftrag zum aktiven und initiativen Wissensmanagement innerhalb des Unternehmens und zum Einbezug wissenschaftlicher Erkenntnisse in die MTD-Tätigkeiten aus.
Die T√§tigkeit von Senior MTD konzentriert sich vorrangig auf den eigenen LKH-Standort bzw. LKH-Verbund, Advanced MTD hingegen sollen KAGes weit als Ansprechpartner f√ľr ihr MTD-Fachgebiet zur Verf√ľgung stehen.

Folgende Fächer sind derzeit in der Fachkarriere vertreten:

  • H√§matologie (Biomedizinische Analytik)
  • Intensivmedizin Di√§tologie)
  • Kinder- und Jugendmedizin (Ergotherapie)
  • Dysphagie (Logop√§die)
  • Kardiorespiratorische Physiotherapie (Physiotherapie)
  • P√§diatrie (Radiologietechnologie)

Eine Erweiterung auf andere Fächer ist geplant.