UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Innere Medizin

Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Abteilungsleiter

Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Kneidinger

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Avdibegovic Dalila, Dr., AssÄrztin

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Bisail Viktoria, Dr., AssÄrztin

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Blazek Lisa, Dr., FÄ

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Bohr Bernd, AssArzt

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Illes Miklos Balazs, Dr., OA

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

More MedUni - Profil

John Teresa, Dr. Dr., AssÄrztin

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Kovacs Gabor, Assoz.Prof.PDDr, Stv.Lt.

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Milger-Kneidinger Katrin, Univ.Ass. Dr., FÄ

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Tröster Natascha, Dr., MSc, OÄ

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Wagner Kerima, Dr., AssÄrztin

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Dingsleder Nadine

Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie

Location Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Seles Natalija

Wir sind fĂŒr Sie da

Terminvereinbarung Ambulanz
Zuweisung erforderlich
Mo.–Fr.: 08:00–09:00 Uhr
und 11:30–13:30 Uhr
Telefon: +43 316 385-12253
Fax: +43 316 385-13930

Schlaflabor
Zuweisung erforderlich
Telefon: +43 316 385-87868
Fax: +43 316 385-17868
schlaflabor@uniklinikum.kages.at

Bettenstation
Telefon: +43 316 385-13149
Fax: +43 316 385-14097

Respiratory Care Unit (RCU)
Telefon: +43 316 385-16452
Fax: +43 316 385-14097

Unser Leistungsspektrum

Wir bieten die gesamte Diagnostik und Therapie der Erkrankungen im Bereich Atemwege, Lungen, Rippenfell und Ventilation, inklusive der Beatmungstherapie bei respiratorischer Insuffizienz.

  • Gut- und bösartige Neubildungen im Bereich der Atemwege, der Lungen und des Rippenfells
  • Erkrankungen der LungengefĂ€ĂŸe wie pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) und Vaskulitis der LungengefĂ€ĂŸe
  • Schlafapnoe und andere Schlafstörungen (obstruktiv, zentral, komplex, Hypoventilationssyndrome, Überlappung mit anderen Krankheitsbildern) mit universitĂ€rer Expertise und dem gesamten Arsenal an Beatmungsmöglichkeiten
  • Obstruktive Atemwegserkrankungen wie Asthma, inkl. pneumologische Allergologie sowie COPD, CF und Non-CF-Bronchiektasen
  • Restriktive Lungenerkrankungen wie idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) und Lungenbeteiligung im Rahmen von systemischen Erkrankungen oder unerwĂŒnschten Nebenwirkungen
  • Emphysem
  • Akute und chronische Infektionskrankheiten der Lunge
  • Komplexe Erkrankungen mit wesentlicher Beteiligung der Lungen

Alleinstellungsmerkmale

  • ERN-Lung assoziiertes Zentrum fĂŒr pulmonale Hypertonie mit Rechtsherzkatheteruntersuchung in Ruhe und bei Belastung, pharmakologische Austestung sowie qualifizierter Rechtsherzechokardiographie, Stressechokardiographie und Spiroergometrie in intensiver klinischer und wissenschaftlicher Kooperation mit den Abteilungen fĂŒr Radiologie, Kardiologie, Rheumatologie, Angiologie etc.
  • UniversitĂ€res Schlaflabor mit Expertise in allen mit Schlafapnoe assoziierten Erkrankungen und dem gesamten Spektrum der Beatmungs- und Therapiemöglichkeiten sowie interdisziplinĂ€rer Zusammenarbeit und Schlafboard (Pulmo/HNO/Kieferchirurgie)
  • Versorgung von Patient*innen mit schwerem oder kompliziertem Asthma, inkl. Allergologische Fragestellungen, ggf. in Zusammenarbeit mit den UniversitĂ€tskliniken fĂŒr Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Dermatologie und Psychosomatik/Psychiatrie
  • Versorgung von komplexen pneumologischen Patient*innen mit MultimorbiditĂ€t oder seltenen Systemkrankheiten
  • UniversitĂ€re Expertengruppe (interdisziplinĂ€r) fĂŒr interstitielle Lungenkrankheiten
  • UniversitĂ€re Expertengruppe fĂŒr erwachsene Patient*innen mit Mukoviszidose, non-CF-Bronchiektasen und anderen seltenen angeborenen oder erworbenen Lungenkrankheiten
  • Teilnahme an der universitĂ€ren Kompetenzeinheit fĂŒr Vaskulitis (Leitung Rheumatologie)
  • UniversitĂ€re Expertengruppe zur Vor- und Nachbetreuung bei Lungentransplantation (primĂ€rer Kooperationspartner fĂŒr das Lungentransplantations-Zentrum AKH Wien)
  • Interventionelle Pneumologie mit flexibler und starrer Bronchoskopie (Intervention bei Aspiration, Blutung, etc.), endobronchialem Ultraschall, transbronchiale Zangen- und Kryobiopsien, Rekanalisation mit thermischen Verfahren und endobronchial Stents, endoskopische Lungenvolumenreduktion
  • InterdisziplinĂ€re Boards fĂŒr interstitielle Lungenerkrankungen, Lungenemphysem und thorakale Onkologie.
  • Pneumologisches Case-Management im Zentrum fĂŒr Akutmedizin (ZAM)
  • Pneumologische Konsile im gesamten Uniklinikum
  • Teilnahme an internationalen zulassungsorientierten Studien (Lungenkrebs, pulmonale Hypertonie, interstitielle Lungenkrankheiten, Asthma, COPD, Bronchiektasen, Impfungen)
  • Studien im Rahmen von Diplomarbeiten und Dissertationen
  • Entwicklung von neuen diagnostischen und therapeutischen Methoden
  • Einwerbung von Drittmitteln im Rahmen von grundlagenorientierten und klinisch orientierten Studien
  • GrĂ¶ĂŸtes Ausbildungszentrum fĂŒr Innere Medizin und Pneumologie der Steiermark

Allgemeine pneumologische Ambulanz

  • Zuweisung zur Bronchoskopie
  • prĂ€operative Voruntersuchungen
  • Pleurapunktion, Pleuradrainagen

Erkrankungsspektrum

  • Pleuraerguss
  • Rezidivierende Pneumonie
  • Chronisch-refraktĂ€rer Husten
  • unklare Dyspnoe oder unklare Lungenerkrankung (nach bereits erfolgter fachĂ€rztlicher AbklĂ€rung)
  • sonstige pneumologische Fragestellungen

Thorakale Onkologie

In unserer Spezialambulanz betreuen wir Patient*innen mit Lungentumoren. Vom Zeitpunkt der Erstvorstellung, ĂŒber Diagnosestellung und Therapieplanung sowie in der Nachsorge begleiten wir unsere Patient*innen durch alle Phasen der Erkrankung. Die Therapien werden den aktuellen Leitlinien entsprechend individuell auf den/die Patienten/in abgestimmt. Die Sicherung einer möglichst hohen LebensqualitĂ€t steht fĂŒr uns im Mittelpunkt.

Onkologische Sprechstunde: Mo.–Fr.: 08:00–13:00 Uhr

Pulmonale Hypertonie Ambulanz

Als Expertenzentrum fĂŒr pulmonale Hypertonie (ERN assoziiertes Zentrum) betreuen wir ĂŒberregional Patient*innen mit Verdacht auf oder mit manifester pulmonaler Hypertonie. Von Suchtests fĂŒr pulmonale Hypertonie ĂŒber BeratungsgesprĂ€che und Erstellung eines Therapiekonzepts begleiten wir unsere Patient*innen durch die Therapie. Eine individuell angepasste Therapie ist uns sehr wichtig. Unser Zentrum arbeitet eng mit der Thoraxchirurgie in Graz und den Kardiolog*innen des AKH Wien sowie der Thoraxchirurgie des AKH Wien zusammen. Einmal monatlich werden Patient*innen im CTEPH Board vorgestellt und interdisziplinĂ€r besprochen.

Pulmonale Hypertonie Sprechstunde: Mi., Fr.: 08:00–13:00 Uhr

Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie, PH) bezeichnet einen krankhaft erhöhten Blutdruck in den LungengefĂ€ĂŸen. Dadurch muss die rechte Herzkammer stĂ€rker pumpen, um das Blut durch die Lunge zu befördern. Langfristig kann dies zu einer Rechtsherzbelastung und schließlich zu einer Rechtsherzinsuffizienz fĂŒhren.

Ursachen: 

Lungenhochdruck kann verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet mehrere Gruppen:

  • Pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH): GefĂ€ĂŸverengung oder -umbau in den Lungenarterien (z. B. idiopathisch, genetisch, medikamentös, bei Bindegewebserkrankungen).
  • PH bei Linksherzerkrankungen: z. B. bei Herzklappenfehlern oder Herzinsuffizienz.
  • PH durch Lungenerkrankungen und Hypoxie: z. B. COPD, Lungenfibrose, Schlafapnoe.
  • Chronisch thromboembolische PH (CTEPH): Folge wiederholter Lungenembolien.
  • PH mit unklarer oder multifaktorieller Ursache.

Wenn der Verdacht auf Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) besteht, werden mehrere Untersuchungen durchgefĂŒhrt, um die Diagnose zu bestĂ€tigen und die Ursache herauszufinden. ZunĂ€chst fragt die Ärztin oder der Arzt nach den Beschwerden – zum Beispiel nach Atemnot bei Belastung, MĂŒdigkeit, Schwindel oder geschwollenen Beinen – und hört Herz und Lunge ab. Danach folgen meist einige grundlegende Tests wie ein EKG, um die Herzfunktion zu prĂŒfen, und ein Röntgenbild des Brustkorbs, das zeigen kann, ob das Herz vergrĂ¶ĂŸert oder die LungengefĂ€ĂŸe erweitert sind. Auch Blutuntersuchungen helfen, andere Ursachen auszuschließen und Hinweise auf eine Belastung des Herzens zu erkennen.

Eine besonders wichtige Untersuchung ist der Herzultraschall (Echokardiographie). Damit kann abgeschĂ€tzt werden, ob der Druck in der Lunge erhöht ist und ob das rechte Herz dadurch bereits belastet ist. Um zu prĂŒfen, ob der Lungenhochdruck nur bei Belastung auftritt, kann der Ultraschall auch wĂ€hrend einer leichten körperlichen Anstrengung durchgefĂŒhrt werden. ZusĂ€tzlich werden hĂ€ufig Lungenfunktionstests gemacht, um Erkrankungen wie COPD oder Lungenfibrose zu erkennen.

Manchmal ist auch eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) notwendig, um die Lunge und die BlutgefĂ€ĂŸe genauer darzustellen und Blutgerinnsel auszuschließen.

Die wichtigste Untersuchung zur endgĂŒltigen Diagnose ist jedoch der sogenannte Rechtsherzkatheter. Dabei wird unter örtlicher BetĂ€ubung ein dĂŒnner Schlauch ĂŒber eine Vene bis ins rechte Herz und in die Lungenschlagader geschoben. So kann der Druck in den LungengefĂ€ĂŸen direkt gemessen werden.

ZusĂ€tzlich kann ein Belastungstest – zum Beispiel ein 6-Minuten-Gehtest – zeigen, wie stark die körperliche LeistungsfĂ€higkeit eingeschrĂ€nkt ist. All diese Untersuchungen zusammen geben ein genaues Bild davon, ob ein Lungenhochdruck vorliegt, wie schwer er ist und welche Behandlung am besten geeignet ist.

Herzkatheterlabor, Herzultraschall und pulmonale Funktionsdiagnostik

Rechtsherzkatheter

Der Rechtsherzkatheter wird zur Messung der Druckwerte im rechten Herzen und der Lungenarterien sowie zur Messung des Sauerstoffgehaltes im Lungenkreislauf (kleiner Körperkreislauf) eingesetzt. Besteht aufgrund von vorangegangenen Basisuntersuchungen wie der Echokardiographie (Herzultraschall), des EKG (Elektrokardiogramm) und der Lungenfunktion der Verdacht auf das Vorliegen eines Lungenhochdrucks oder kann die Atemnotsymptomatik nicht weiter erklĂ€rt werden, so ist die Indikation fĂŒr eine Rechtsherzkatheteruntersuchung gegeben.

Mithilfe einer pharmakologischen Testung kann sowohl der Schweregrad als auch das Ansprechen auf eine mögliche medikamentöse Therapie beurteilt werden. Linksherzerkrankungen als Ursache der pulmonalen Hypertonie lassen sich durch die Bestimmung des pulmonal-kapillĂ€ren Verschlussdrucks (PAWP) oder durch direkte Bestimmung des linkventrikulĂ€ren endiastolsichen Druckes im linken Ventrikel feststellen. Die wĂ€hrend der Rechtsherzkatheteruntersuchung ermittelten hĂ€modynamischen Parameter haben eine prĂ€diktive Bedeutung fĂŒr den Verlauf und die Schwere der Erkrankung. Ein erhöhter pulmonal-vaskulĂ€rer Widerstand, ein gesteigerter pulmonal-arterieller Druck sowie ein vermindertes Herzzeitvolumen deuten auf eine ungĂŒnstige Prognose hin. Bei gewissen Fragestellungen kann es auch vorkommen, dass eine Belastungs-Rechtsherzkatheteruntersuchung durchgefĂŒhrt wird. Hierbei wird auf der Liege oder auf einem halbliegenden Fahrradergometer gegen verschiedene Wattstufen bis zur individuellen Ausbelastung getreten. Patient*innen sollten daher stets bequeme Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen. 

Die Rechtsherzkatheteruntersuchung wird an der klinischen Abteilung fĂŒr Pneumologie des UniversitĂ€tsklinikum Graz routinemĂ€ĂŸig unter standardisierten Bedingungen im Herzkatheterlabor durchgefĂŒhrt.

Stressechokardiographie

Die Stressechokardiographie ist ein spezielles diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Herzfunktion unter Belastung. Dabei wird ein Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) durchgefĂŒhrt, wĂ€hrend das Herz durch körperliche AktivitĂ€t oder durch die Verabreichung bestimmter Medikamente gezielt belastet wird. Die Patient*innen befinden sich auf einem Ergometer in halb-aufrechter Position und durchlaufen schrittweise von der IntensitĂ€t steigende Belastungsstufen. 

Spiroergometrie

Gleichzeitig wird in diesen FĂ€llen meist auch eine Spiroergometrie durchgefĂŒhrt. Die Spiroergometrie ist ein diagnostisches Verfahren zur Messung der Atem- und Herz-Kreislauffunktion unter körperlicher Belastung. Sie wird eingesetzt, um die individuelle LeistungsfĂ€higkeit, den Energiestoffwechsel und die Funktion von Lunge, Herz und Muskulatur zu beurteilen. Dabei wird die Atmung wĂ€hrend einer Belastung (meist auf einem Fahrradergometer oder Laufband) analysiert. In der Diagnostik der Pulmonalen Hypertonie dient sie einerseits der Diagnosestellung, andererseits ist sie fĂŒr die EinschĂ€tzung des Therapieansprechens und der Prognose von großer Wichtigkeit.

Stressechokardiographie und Spiroergometrie:
tĂ€glich: 08:00–13:00 Uhr

Herzultraschalltermine:
Mi., Fr.: 08:00–13:00 Uhr
Auf Station jederzeit

Rechtsherzkatheteruntersuchung:
Di., Do., Fr.: 08:00–13:00 Uhr

Information fĂŒr Zuweiser

Wir bitten um Zuweisung ĂŒber Medocs oder Vereinbarung ĂŒber die Ambulanz

Interstitielle Lungenkrankheiten (ILD)

In unserer ILD Ambulanz betreuen wir Patient*innen mit interstitiellen Lungenkrankheiten, insbesondere fortschreitenden Lungenfibrosen (progrediente pulmonale Fibrose, PPF) wie beispielsweise idiopathische Lungenfibrose (IPF), andere idiopathische interstitielle Lungenerkrankungen, sekundĂ€re Lungenfibrose bei rheumatischen Erkrankungen, Sarkoidose, exogen-allergischer Alveolitis (EAA oder HypersensitivitĂ€tspneumonitis), medikamenten- oder staubinduzierte interstitielle Lungenerkrankungen. ZusĂ€tzlich behandeln wir in dieser Sprechstunde auch Patient*innen mit seltenen Lungenkrankheiten wie z.B. Lymphangioleiomyomatose. 

Wir leiten das steiermarkweite ILD-Board, in dem neben Pneumolog*innen auch Radiolog*innen, Rheumatolog*innen und bei Bedarf weitere Internist*innen wie Kardiolog*innen oder Angiolog*innen teilnehmen, um interdisziplinĂ€r die bestmögliche Diagnose und Therapie fĂŒr Patient*innen mit interstitiellen Lungenerkrankungen sicherzustellen

Sprechstunde: 
Mo., Mi., Do.: 08:00–14:00 Uhr

ILD Board Besprechungen: 
Mo.: 14:00–15:00 Uhr (virtuell)

Was ist eine ILD?

Interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) sind eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen das Lungengewebe zwischen den AtemblĂ€schen (das sogenannte Interstitium) entzĂŒndet und/oder vernarbt wird. Dies fĂŒhrt zu einer eingeschrĂ€nkten Dehnbarkeit der Lunge und beeintrĂ€chtigt die Sauerstoffaufnahme. Typische Symptome sind zunehmende Atemnot, trockener Husten und verminderte Belastbarkeit.

Ursachen von ILD

ILD kann viele Ursachen haben, unter anderem:

  • Idiopathische Lungenfibrose (IPF): Ursache unbekannt
  • Autoimmun- und rheumatische Erkrankungen: z. B. systemische Sklerose, rheumatoide Arthritis
  • Berufs- oder umweltbedingte Ursachen: Staub, Asbest, Silikose
  • medikamentös oder strahlenbedingt: bestimmte Medikamente oder Therapien
  • Infektionen oder chronische EntzĂŒndungen

Diagnose und Erstuntersuchungen

Die Diagnose einer ILD erfordert eine grĂŒndliche AbklĂ€rung:

  • Anamnese und körperliche Untersuchung
  • Lungenfunktionstest (Spirometrie, DiffusionskapazitĂ€t)
  • Blutuntersuchungen  
  • Bildgebung: Hochauflösende Computertomographie (HRCT) der Lunge
  • gegebenenfalls Bronchoskopie oder Lungenbiopsie

Kontrolluntersuchungen

Nach Diagnosestellung erfolgen regelmĂ€ĂŸige Nachsorgeuntersuchungen, um den Krankheitsverlauf zu ĂŒberwachen:

  • Lungenfunktionstests
  • Blutkontrollen
  • Bildgebung in festgelegten AbstĂ€nden
  • Kontrolle von Symptomen wie Husten, Atemnot oder Infektzeichen

Therapie

Die Behandlung hÀngt von der Ursache und dem Schweregrad der ILD ab:

  • medikamentöse Therapie: z. B. entzĂŒndungshemmende Medikamente oder antifibrotische Medikamente
  • Sauerstofftherapie: bei fortgeschrittener Erkrankung zur UnterstĂŒtzung der Sauerstoffversorgung
  • Atemphysiotherapie: zur Verbesserung der Lungenfunktion und LebensqualitĂ€t
  • Management von Begleiterkrankungen
  • in ausgewĂ€hlten FĂ€llen Lungentransplantation

Wichtige Hinweise fĂŒr PatientInnen

  • Achten Sie auf VerĂ€nderungen der Atemnot oder des Hustenmusters.
  • Melden Sie Infekte oder Fieber frĂŒhzeitig Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
  • Befolgen Sie die empfohlenen Kontrolltermine und Therapieanweisungen, um die Lungenfunktion bestmöglich zu erhalten.

Zentrum fĂŒr Atemwegserkrankungen (Airway Center)

Im Zentrum bĂŒndeln wir die Expertise zu allen Erkrankungen im Bereich der Atemwege. In unseren spezialisierten Sprechstunden zu schwerem Asthma, Allergologie, COPD mit hĂ€ufigen Exazerbationen, Lungenvolumenreduktion, Cystische Fibrose und Non-CF-Bronchiektasen fĂŒhren wir eine ausfĂŒhrliche Diagnostik inkl. PhĂ€notypisierung der Erkrankungen durch. Hierauf basierend bieten wir den Patient*innen anschließend zielgerichtete, moderne Therapien wie Biologika-Therapien, Medikamente zur Exazerbationsprophylaxe, CF-Modulator-Therapien, AAT-Substitutionstherapie oder bronchoskopische Lungenvolumenreduktion an. Wir nehmen an nationalen und internationalen Register-Studien im Bereich dieser Atemwegserkrankungen teil (u. a. GAN-Register fĂŒr schweres Asthma, CF-Register, EMBARC-Register fĂŒr Bronchiektasen, LVR-Register), welche die weitere Erforschung und Verbesserung der Versorgungslage der jeweiligen Erkrankungen zum Ziel haben. Auch fĂŒhren wir interventionelle klinische Studien zu neuen medikamentösen TherapieansĂ€tzen durch, welche die Entwicklung und Zulassung neuer Therapien erst ermöglichen. Diese können insbesondere auch fĂŒr Patient*innen interessant sein, fĂŒr die derzeit noch keine geeigneten Therapien zur VerfĂŒgung stehen oder wenn diese kein ausreichendes Ansprechen gezeigt haben.

In unserem interdisziplinĂ€ren Therapieansatz kooperieren wir mit anderen Bereichen und Abteilungen des Uniklinikum Graz, um eine bestmögliche Versorgung zu gewĂ€hrleisten. Als Kooperationspartner in diesem Bereich sind insbesondere zu nennen: die Physiotherapie (Atemphysiotherapie und Inhalatorschulung), HNO-Heilkunde (interdisziplinĂ€re allergologische Versorgung), Dermatologie und PĂ€diatrie, Radiologie (bildgebende Analyse von Atemwegserkrankungen und Emphysem), Rheumatologie (Vaskulitis insbesondere EGPA). Auch kooperieren wir mit Wissenschaftler*innen des Lung Research Cluster der Med Uni Graz, um grundlegende Erkrankungsmechanismen zu erforschen und translational neue TherapieansĂ€tze zu entwickeln. 

Sprechstunde schweres Asthma, Allergologie sowie COPD mit hĂ€ufigen Exazerbationen, alpha1-Antitrypsin-Mangel, Eosinophilen-assoziierte Erkrankungen (EGPA, HES): 
Di.: 08:00–15:00 Uhr
Ab 13 Uhr besteht zudem nach entsprechender Voranmeldung die Möglichkeit zur Atemphysiotherapie

Raucherentwöhnung

Termine: nach Vereinbarung

Warum ist Rauchstopp so wichtig?

Rauchen ist einer der wichtigsten Risikofaktoren fĂŒr zahlreiche Erkrankungen, insbesondere fĂŒr Lungenerkrankungen wie COPD, Emphysem, Bronchiektasen und Lungenkrebs. Ein Rauchstopp kann die Lungenfunktion langfristig stabilisieren, das Risiko fĂŒr Infektionen verringern, die allgemeine Gesundheit verbessern und die LebensqualitĂ€t steigern – unabhĂ€ngig davon, wie lange oder wie viel Sie geraucht haben.

Wie kann eine Raucherentwöhnung ablaufen?

Raucherentwöhnung ist ein Prozess, der UnterstĂŒtzung und Motivation erfordert. Die wichtigsten Bausteine sind:

  • Beratung und Information: VerstĂ€ndnis der individuellen Rauchgewohnheiten und Motivation
  • Verhaltenstherapie: Techniken zur VerĂ€nderung von Gewohnheiten, StressbewĂ€ltigung und Umgang mit RĂŒckfallrisiken
  • medikamentöse UnterstĂŒtzung: Nikotinersatztherapie (Pflaster, Kaugummi, Lutschtabletten) oder verschreibungspflichtige Medikamente können helfen, Entzugssymptome zu reduzieren.
  • regelmĂ€ĂŸige Begleitung: Ärztliche oder therapeutische Begleitung durch regelmĂ€ĂŸige Termine, Telefon- oder Gruppensitzungen erhöht die Erfolgschancen.
  • Selbsthilfe und Gruppenprogramme: Austausch mit anderen, die ebenfalls versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, kann Motivation und Durchhaltevermögen stĂ€rken.

Tipps fĂŒr den Alltag

  • Setzen Sie ein festes Rauchstopp-Datum.
  • Entfernen Sie Rauchutensilien aus der Wohnung.
  • Planen Sie Ersatzhandlungen fĂŒr typische Rauchrituale (z. B. Kaugummi, kurze Bewegungspausen).
  • Belohnen Sie sich fĂŒr rauchfreie Tage oder Wochen.

Wichtiger Hinweis

Ein RĂŒckfall bedeutet nicht das Scheitern – er ist hĂ€ufig Teil des Prozesses. Jede neue Rauchstopp-Versuch erhöht die Chance auf dauerhaften Erfolg. Sprechen Sie bei Fragen oder Unsicherheiten Ihre Ärztin/Ihren Arzt an.

Spezialambulanz fĂŒr endoskopische Lungenvolumenreduktion (LVR)

In der LVR Ambulanz wird evaluiert, ob Patient*innen mit fortgeschrittenem Lungenemphysem fĂŒr eine Ventilimplantation in Teile der Bronchien geeignet sind und davon profitieren könnten. Oftmals fĂŒhren nĂ€mlich diese Erkrankungen zu einer ÜberblĂ€hung der Lunge. Die Folge ist Luftnot der Betroffenen. Ventile sorgen dafĂŒr, dass die ĂŒberschĂŒssige Luft entweichen kann und die Patient*innen wieder eine höhere LebensqualitĂ€t haben.

Im Emphysemboard, welches jeden 2. Montag um 14 Uhr stattfindet, besprechen Expert*innen, welche Patient*innen fĂŒr Lungenvolumsreduktion in Frage kommen. Das Emphysemboard findet in Kooperation mit der Klinischen Abteilung fĂŒr Thoraxchirurgie, der Klinischen Abteilung fĂŒr Radiologie und der Klinischen Abteilung fĂŒr Nuklearmedizin statt, sodass eine interdisziplinĂ€re Entscheidung auf Basis aller relevanten Befunde getroffen werden kann und die individuell beste Therapieoption fĂŒr die Patient*innen ausgewĂ€hlt wird

Sprechstunde: nach Vereinbarung

Was ist ein Emphysem?

Ein Emphysem ist eine chronische Lungenerkrankung, bei der die LungenblĂ€schen (Alveolen) zerstört werden. Dadurch verringert sich die FlĂ€che, ĂŒber die Sauerstoff ins Blut aufgenommen wird, und die Atemwege verlieren ihre ElastizitĂ€t. Typische Symptome sind zunehmende Atemnot, vor allem bei körperlicher Anstrengung, chronischer Husten und vermehrte Schleimbildung.

Wie wird das Emphysem diagnostiziert?

Zur Diagnose werden verschiedene Untersuchungen durchgefĂŒhrt:

  • Lungenfunktionstest (Spirometrie): misst, wie gut die Luft ein- und ausgeatmet werden kann
  • Bildgebung (Röntgen oder CT): zeigt VerĂ€nderungen der Lungenstruktur
  • Blutgasanalyse: kann Hinweise auf Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt im Blut geben
  • Anamnese und körperliche Untersuchung: Erfassung von Symptomen, Risikofaktoren (z. B. Rauchen) und Begleiterkrankungen.
  • Laboruntersuchung (z.B. alpha-1-Antitrypsin)
  • Herzultraschall

Therapie und Behandlung

Die Behandlung zielt darauf ab, Symptome zu lindern, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die LebensqualitÀt zu verbessern:

  • Rauchstopp: entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.
    • Eine kostenlose Rauchberatung findet nach terminlicher Vereinbarung statt.

  • medikamentöse Therapie: z. B. Bronchodilatatoren zur Erweiterung der Atemwege und ggf. entzĂŒndungshemmende Medikamente
  • Atemphysiotherapie: unterstĂŒtzt die Schleimlösung und erleichtert das Atmen
  • Sauerstofftherapie: bei fortgeschrittener Erkrankung zur UnterstĂŒtzung der Sauerstoffversorgung
  • Lungenvolumenreduktionsverfahren oder Transplantation: In ausgewĂ€hlten FĂ€llen kann eine Operation die Lungenfunktion verbessern.

Wichtige Hinweise fĂŒr Patient*innen

Bitte suchen Sie Ă€rztliche Hilfe, wenn Sie eine plötzliche Verschlechterung der Atemnot, verstĂ€rkten Husten oder vermehrte Schleimbildung bemerken. FrĂŒhzeitige Behandlung von Infekten kann Komplikationen verhindern.

Spezialambulanz fĂŒr cystische Fibrose und Non-CF-Bronchiektasen

Sprechstunde: 
Donnerstags 08:00–14:00 Uhr
Ab 13:00 Uhr besteht zudem nach entsprechender Voranmeldung die Möglichkeit zur Atemphysiotherapie

Was sind Bronchiektasen?

Bronchiektasen sind dauerhafte Erweiterungen der Atemwege (Bronchien), die durch wiederkehrende EntzĂŒndungen und Infektionen entstehen. Sie fĂŒhren zu chronischem Husten, vermehrter Schleimbildung (Sputum) und wiederholten Infektionen.

  • CF-Bronchiektasen: entstehen durch die genetische Erkrankung Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF).
  • Non-CF-Bronchiektasen: entstehen durch andere Ursachen wie wiederholte Infektionen, Immundefekte, Autoimmunerkrankungen oder als Folge von EntzĂŒndungen der Atemwege.

Wichtige Therapieprinzipien

Die Therapie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, Infektionen zu verhindern und die Lungenfunktion zu erhalten:

  • Inhalationstherapie: z. B. schleimlösende Medikamente und ggf. Antibiotika
  • Physiotherapie: Atemtherapie und spezielle Techniken zum Schleimlösen
  • antibiotische Therapie: gezielt bei akuten Infekten oder als Langzeittherapie
  • regelmĂ€ĂŸige Kontrolle der Lungenfunktion und Anpassung der Behandlung

Kontrolluntersuchungen

Bei den regelmĂ€ĂŸigen Nachsorgeuntersuchungen werden hĂ€ufig durchgefĂŒhrt:

  • Lungenfunktionstests (Spirometrie): zur Überwachung der Atemleistung
  • Sputumuntersuchungen: zum Nachweis von Infektionserregern
  • Blutuntersuchungen: Kontrolle von EntzĂŒndungszeichen und ggf. NĂ€hrstoffstatus
  • Bildgebung: Röntgen oder CT, wenn erforderlich, zur Beurteilung der Lungenstruktur
  • körperliche Untersuchung und Anamnese: Besprechung von Symptomen, Husten, Atemnot und LebensqualitĂ€t

Wichtige Hinweise fĂŒr Patient*innen

Bitte suchen Sie Àrztliche Hilfe, wenn sich Ihre Symptome verschlechtern:

  • Zunahme von Atemnot
  • vermehrter oder verfĂ€rbter Auswurf
  • Fieber oder allgemeines KrankheitsgefĂŒhl

FrĂŒhzeitiges Handeln kann Infektionen verhindern und die Lungenfunktion erhalten.

Bei Cystischer Fibrose (CF) und Non-CF-Bronchiektasen ist die Atemphysiotherapie ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Sie hilft, den zĂ€hen Schleim aus den Bronchien zu lösen und abzutransportieren, wodurch Infektionen reduziert werden und die Lungenfunktion erhalten wird. RegelmĂ€ĂŸige, gezielte AtemĂŒbungen und Techniken wie Klopfen, Vibration oder spezielle AtemgerĂ€te unterstĂŒtzen die SelbststĂ€ndigkeit der Patient*innen und tragen entscheidend dazu bei, Verschlechterungen der Lungenfunktion frĂŒhzeitig zu verhindern. Aus diesem Grund bieten wir in unserer Ambulanz nun jeden Donnerstag ab 13 Uhr Atemphysiotherapie an!

Lungentransplantation

In unserer Lungentransplantationsambulanz werden sowohl Patient*innen, die vor der Lungentransplantation stehen, als auch solche Patient*innen, die bereits transplantiert wurden, betreut. 

Sprechstunde:
Mi.: 08:00–14:00 Uhr

Wer kommt fĂŒr eine Lungentransplantation in Frage?

Eine Lungentransplantation wird bei Patient*innen erwogen, die unter schweren, fortgeschrittenen Lungenerkrankungen leiden und bei denen andere Therapiemaßnahmen nicht mehr ausreichend wirken. Dazu zĂ€hlen unter anderem chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenfibrose, Mukoviszidose oder pulmonale Hypertonie. Die Entscheidung, ob eine Transplantation sinnvoll ist, erfolgt nach sorgfĂ€ltiger medizinischer Untersuchung und AbwĂ€gung der individuellen Risiken und Chancen.

DurchfĂŒhrung der Operation

Die Lungentransplantation wird am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien (AKH Wien) durchgefĂŒhrt. Das interdisziplinĂ€re Team aus Thoraxchirurgie, Pneumologie, AnĂ€sthesie und Intensivmedizin sorgt fĂŒr eine bestmögliche Vorbereitung, DurchfĂŒhrung und unmittelbare postoperative Betreuung.

Nachbetreuung nach der Transplantation

Nach der Operation erfolgt eine intensive medizinische Überwachung in der Klinik, gefolgt von regelmĂ€ĂŸigen Nachsorgeuntersuchungen bei uns und in enger Zusammenarbeit mit dem AKH Wien. Diese beinhalten Lungenfunktionstests, Blutkontrollen, Anpassung der Immunsuppressiva sowie Schulungen zu InfektionsprĂ€vention und Selbstbeobachtung. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient*innen, HausĂ€rzt*innen und Transplantationszentrum ist entscheidend fĂŒr den langfristigen Erfolg.

Wichtige Verhaltensmaßnahmen

Bitte nehmen Sie u.a. bei folgenden Symptomen unverzĂŒglich Ă€rztlichen Kontakt auf:

  • zunehmende Atemnot
  • Steigerung von Sputummenge oder VerĂ€nderung der Sputumfarbe (z. B. zunehmend grĂŒnlich)
  • Infektzeichen wie Fieber, SchĂŒttelfrost oder allgemeines KrankheitsgefĂŒhl
  • atemabhĂ€ngige Thoraxschmerzen

Eine frĂŒhzeitige medizinische AbklĂ€rung kann Komplikationen verhindern und den Erfolg der Transplantation sichern.

Bronchoskopie und thorakale Interventionen

Bronchoskopische Eingriffe – sowohl diagnostisch als auch therapeutisch (Lungenvolumsreduktion, Stentimplantation, Abtragung von endobronchialem Gewebe) – finden routinemĂ€ĂŸig montags bis freitags statt.

Bronchoskopie Tage: 
Mo., Mi., Fr.: 08:00–13:00 Uhr

Information fĂŒr Zuweiser*innen

FĂŒr eine Bronchoskopie bitten wir um Anforderung eines Konsils (medocs) oder in dringlichen FĂ€llen telefonische Kontaktaufnahme mit der der DienstĂ€rztin/dem Dienstarzt der Pneumologie 

Bei einem fortgeschrittenen Lungenemphysem sind Teile der Lunge ĂŒberblĂ€ht und arbeiten nicht mehr effektiv. Dadurch fĂ€llt das Atmen schwer, weil gesunde Lungenabschnitte weniger Platz haben. Um die Atmung zu erleichtern, kann eine sogenannte endoskopische Ventilimplantation durchgefĂŒhrt werden.

Dabei werden ĂŒber eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) kleine Einwegventile in die ĂŒberblĂ€hten Lungenabschnitte eingesetzt. Diese Ventile lassen Luft zwar hinaus, aber nicht mehr hinein. So können die betroffenen Areale schrumpfen und die gesunde Lunge wieder besser arbeiten.

Der Eingriff erfolgt ohne Operation von außen, meist unter leichter Narkose oder Sedierung und dauert in der Regel eine Stunde. Nach dem Eingriff bleiben Patientinnen und Patienten zur Beobachtung etwa 3 bis 5 Tage im Krankenhaus, um mögliche Komplikationen wie Luftansammlungen (Pneumothorax) rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.

Das Ziel der Behandlung ist es, die Atemnot zu verringern, die Belastbarkeit zu verbessern und die LebensqualitÀt zu erhöhen.

Bei manchen Erkrankungen kann die Luftröhre oder ein Bronchus (Luftweg) durch Fremdgewebe, zum Beispiel Tumorgewebe oder Narben, verengt oder teilweise verschlossen sein. Dadurch wird das Atmen erschwert, es kann zu Husten, Luftnot oder wiederkehrenden Infekten kommen.

In solchen FĂ€llen kann eine Stentimplantation helfen. Dabei wird ĂŒber eine Bronchoskopie (Lungenspiegelung) ein kleines, röhrenförmiges Gitter (der Stent) in den betroffenen Atemweg eingesetzt. Der Stent hĂ€lt den Luftweg offen und ermöglicht so wieder eine ungehinderte Atmung.

Der Eingriff erfolgt endoskopisch, ohne Ă€ußeren Schnitt, meist unter Narkose. Nach der Implantation bleiben Patientinnen und Patienten zur Beobachtung in der Regel 3 bis 5 Tage im Krankenhaus, um sicherzustellen, dass der Stent gut liegt und keine Komplikationen auftreten.

Ziel der Behandlung ist es, die Atemwege wieder durchgÀngig zu machen, die Atmung zu erleichtern und LebensqualitÀt zu verbessern, insbesondere wenn andere Verfahren (z. B. Operation oder Bestrahlung) nicht möglich oder ausgeschöpft sind.

Manchmal kann sich in den Atemwegen (Bronchien) Gewebe bilden, das den Luftweg verengt oder blockiert – etwa durch Tumorgewebe, Narben oder entzĂŒndliche VerĂ€nderungen. Dies kann zu Luftnot, Husten oder wiederkehrenden Infekten fĂŒhren.

Um den betroffenen Bronchus wieder zu öffnen, kann das ĂŒberschĂŒssige oder krankhafte Gewebe endoskopisch abgetragen werden. Dazu wird eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) durchgefĂŒhrt, bei der mit speziellen Instrumenten oder Verfahren (z. B. Hochfrequenzstrom, Laser oder Kryotherapie) das Gewebe prĂ€zise entfernt oder verödet wird.

Der Eingriff erfolgt ohne Ă€ußere Operation, meist in Vollnarkose oder Sedierung. Nach dem Eingriff bleiben Patientinnen und Patienten in der Regel einige Tage (meist 2–4 Tage) zur Beobachtung im Krankenhaus, um die Atmung zu ĂŒberwachen und mögliche Komplikationen auszuschließen.

Ziel der Behandlung ist es, die Atemwege wieder freizumachen, die Atmung zu verbessern und Beschwerden wie Luftnot deutlich zu lindern.

Unsere Bettenstationen

Die Bettenstationen befinden sich im 1. Stock.

Die Belegung der Bettenstation erfolgt ĂŒber die pneumologischen Ambulanzen sowie ĂŒber unsere Notaufnahme (ZAM). Wir bitten um VerstĂ€ndnis, sollte es zu Verzögerungen in der Aufnahme oder kurzfristigen Terminverschiebungen kommen. Wir sind bemĂŒht, allen Patient*innen in dieser schweren Zeit eine optimale Versorgung zu gewĂ€hrleisten.

Tagesklinik

Seit Ende 2024 bietet die klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie eine tagesklinische Versorgung in einer KapazitĂ€t von 8 Betten bzw. Therapieeinheiten an. Hier werden intravenöse und subkutane Therapien verabreicht und Patient*innen nach Eingriffen ĂŒberwacht. Eingriffe, die tagesklinisch durchgefĂŒhrt werden können umfassen Bronchoskopien (Lungenspiegelung), Anlage von Pleuradrainagen, transthorakale Biopsien (bildgebend-gezielt mit Hilfe von CT oder Sonographie) und Rechtsherzkatheteruntersuchungen.

Schlaflabor

In unserem Schlaflabor stehen 3 stationĂ€re Betten zur VerfĂŒgung, die von Sonntag bis Freitag betrieben werden. Hier findet die spezifische Diagnostik und die Therapieeinstellung statt. ZusĂ€tzlich wird eine Ambulanz betrieben, die fĂŒr Screening Untersuchungen, Befundkontrollen und Maskenanpassungen genutzt wird.

Informationen fĂŒr Student*innen / Diplomand*innen / Dissertant*innen

Wir möchten Studierenden als kĂŒnftigen Ärzt*innen eine fundierte, praxisnahe und wissenschaftlich orientierte Ausbildung bieten, die sie optimal auf ihre zukĂŒnftige TĂ€tigkeit vorbereitet – sei es in der klinischen Versorgung, der Forschung oder der Lehre.

Medizinstudierende haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Famulatur oder ihres Klinisch-Praktischen Jahres (KPJ) praktische Erfahrungen in der Pneumologie zu sammeln. Dabei erhalten Studierende Einblick in das breite Spektrum der Lungenheilkunde – von der Diagnostik und Therapie chronischer Atemwegserkrankungen ĂŒber die Betreuung stationĂ€rer Patient*innen bis hin zu interdisziplinĂ€ren Fallbesprechungen. Unter Anleitung erfahrener Ärzt*innen können klinische Fertigkeiten vertieft und die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gestĂ€rkt werden.

RegelmĂ€ĂŸig finden Mittwochs-Fortbildungen statt, die aktuelle Themen der Pneumologie, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Fallbesprechungen behandeln. Diese Veranstaltungen stehen Ärzt*innen, Studierenden und anderen Gesundheitsberufen offen und fördern den interdisziplinĂ€ren Wissensaustausch.

Wir bieten Studierenden die Möglichkeit, Diplomarbeiten und Dissertationen zu aktuellen Themen der Lungenheilkunde zu verfassen. Dabei werden die Arbeiten von erfahrenen Ärzt*innen wissenschaftlich begleitet und in die laufenden klinischen und wissenschaftlichen Projekte der Abteilung eingebettet. Ziel ist es, wissenschaftliches Arbeiten frĂŒhzeitig zu fördern und den Nachwuchs fĂŒr die Forschung und akademische Laufbahnen zu begeistern.

DarĂŒber hinaus haben Studierende bei uns die Möglichkeit, aktiv an klinischen und translationalen Forschungsprojekten mitzuwirken. Dies umfasst die Mitarbeit bei Patient*innenrekrutierung, Datenerhebung, Auswertung und Veröffentlichung von Ergebnissen. So können NachwuchskrĂ€fte wertvolle Erfahrungen in der wissenschaftlichen Arbeit sammeln und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Lungenheilkunde leisten.

Kontakt

Klinische Abteilung fĂŒr Pneumologie
UniversitĂ€tsklinik fĂŒr Innere Medizin
Auenbruggerplatz 15, 8036 Graz

Telefon: +43 316 385-12253
Fax: +43 316 385-13930