Hospital LKH Univ.-Klinikum Graz, Klin. Abt.f. Allg-Viszeral-Transpl.-Chir
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"Das Ziel unserer Abteilung ist es, das überregional anerkannte Zentrum für Leber-, Gallenwegs- und Pankreaschirurgie unter Einbeziehung der Transplantationschirurgie wissenschaftlich weiterzuentwickeln und auszubauen."
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Die Klinische Abteilung für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie (AVT) wurde mit 1.10.2022 ins Leben gerufen. Die Zusammenführung der bisher eigenständigen Abteilungen ist sowohl unter medizinisch-wissenschaftlichen als auch unter wirtschaftlichen und strukturellen Aspekten sinnvoll. Dies wird besonders im Bereich der Patientenversorgung deutlich, da sich die moderne Viszeralchirurgie und Transplantationschirurgie nicht nur hinsichtlich der Indikationsstellung (medizinischen Maßnahmen), sondern auch unter chirurgisch-technischen Gesichtspunkten gegenseitig beeinflussen und ergänzen.
Im Bereich der Transplantationschirurgie versorgen wir gemeinsam mit weiteren Fachdisziplinen Patient*innen, die einen viszeralen Organersatz (Leber, Niere, Pankreas) benötigen und gehören damit zu den wesentlichen Säulen des Transplant Center Graz (TCG).
Die Klinische Abteilung für AVT befasst sich mit der chirurgischen Therapie von Erkrankungen aus dem Formenkreis der Gastroenterologie, der Endokrinologie, der Senologie sowie der abdominellen Traumatologie. Ein Schwerpunkt liegt in der hepatobiliären (Gallenblase und Leber) und pankreatischen (Bauchspeicheldrüse) Chirurgie. Die laparoskopische Chirurgie besitzt sowohl in der elektiven, als auch in der Akutchirurgie einen sehr hohen Stellenwert. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Da Vinci Systems wird der robotischen Chirurgie ebenfalls der notwendige Stellenwert eingeräumt.
Die enge interdisziplinäre Vernetzung mit allen chirurgischen Sonderfächern erweitert die Möglichkeiten zur Durchführung komplexer, multidisziplinärer Eingriffe.
Im Bereich der studentischen Lehre wird eine innovative, praxisnahe Ausbildung, gepaart mit der Möglichkeit, an zukunftsweisenden und exzellenten Forschungsprojekten mitzuarbeiten, angeboten. Ebenso wird den Studierenden eine erstklassige, personalisierte Patient*innenbetreuung nahegebracht. Dabei orientieren wir uns am biopsychosozialen Modell, nach dem der Mensch in seiner Ganzheit, mit seinen Beschwerden und seinem gesamten Umfeld im Zentrum steht.
Das breite Spektrum wissenschaftlicher Fragestellung umfasst innovative Themen in Grundlagen- und Versorgungsforschung, basierend auf zahlreichen interdisziplinären und internationalen Kooperationen. Auf die Durchführung von klinischen Studien wird besonderer Wert gelegt, denn sie sind ein wichtiges Instrument, um die bestehenden Standards zu überprüfen und zu hinterfragen um damit Diagnose und Behandlung von chirurgisch relevanten Erkrankungen zu verbessern.
Die Klinische Abteilung für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie bekennt sich zu exzellenter und international kompetitiver Forschung. Dies konnte bereits in zahlreichen internationalen Publikationen und Kongressbeiträgen unter Beweis gestellt werden.
Unsere Ambulanzen sind ausschließlich Terminambulanzen!
AVT-Ambulanz
Mo. und Fr.: 08:00–13:00 Uhr
Mi. 08:30–13:00 Uhr
+43 316 385-86245
AVT-Endoskopie
Mo.–Fr.: 08:00–14:30 Uhr
+43 316 385-82753
Ambulanz für Adipositas und den oberen Gastrointestinaltrakt
Di.: 12:00–14:00 Uhr
+43 316 385-82739
Endokrine Ambulanz und Ambulanz für Gastrointestinale Tumore
Mi.: 08:00–14:00 Uhr
+43 316 385-82739
Hepatobiliäre Ambulanz
Mo.: 08:00–14:00 Uhr
+43 316 385-82922
Hernien
Mi.: 08:30–14:00 Uhr
+43 316 385-86245
Kolorektal/Prokto Ambulanz
Di.: 12:00–14:00 Uhr und
Do.: 10:00–14:00 Uhr
+43 316 385-86245
Mamma Ambulanz
Mi.: 12:15–13:00 Uhr; Fr.: 08:00–13:00 Uhr
+43 316 385-82739
Transplant Ambulanz
Mo.–Fr.: 07:00–13:00 Uhr
+43 316 385-14668
Ambulanz für Kontinenz- und Stomaberatung
Mo.–Fr.: 08:00–14:30 Uhr
+43 316 385-84325
Unter Allgemein-/Viszeralchirurgie versteht man neben der Chirurgie des Bauchraums, der Bauchwand, der endokrinen Drüsen auch die der Weichteile. Im Detail beschreibt sie die operative Behandlung des gesamten Verdauungstraktes, der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Milz, der Neben-, Schilddrüse sowie von Bauchwandbrüchen (Hernien) und die Transplantation von Organen (siehe Transplantationschirurgie). Das Erkrankungsspektrum beinhaltet u. a. akute Verletzungen, Entzündungen, Fehlbildungen und Tumoren (siehe Onkologische Chirurgie) der genannten Organe bzw. Organsysteme. Minimalinvasive und damit möglichst gewebeschonende Operationstechniken gehören zum chirurgischen Standard.
Unsere hochmoderne technische Ausstattung ermöglicht schonende, präzise und sichere Diagnostik und Therapie. Wir legen großen Wert auf individuelle Beratung, persönliche Betreuung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Für Fragen oder Terminvereinbarungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
+43 316 385-82753 (08:00–15:30 Uhr)
endoskopie-avt.chirurgie@uniklinikum.kages.at
DaMe: KAGES004
Wir bieten im ambulanten und stationären Bereich ein umfassendes Spektrum an diagnostischen und interventionellen endoskopischen Verfahren zur Abklärung und Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der Gallenwege und des Pankreas.
Der Großteil unserer Untersuchungen wird in Sedierung („Sanfte Endoskopie“) durchgeführt. Sollte eine Narkose erforderlich sein, erfolgt diese in enger Kooperation mit den Kolleg*innen der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Unser erfahrenes Team arbeitet interdisziplinär mit zahlreichen Fachabteilungen zusammen, um unseren Patient*innen die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen. Ob als Patient*in, Zuweisende*r, oder Kooperationspartner*in – hier erhalten Sie einen Überblick über unser Leistungsspektrum und unsere klinischen Schwerpunkte.
Die ÖGD ermöglicht die Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Neben der diagnostischen Abklärung bieten wir ein breites Spektrum moderner therapeutischer Verfahren an, darunter:
Mit hoher Expertise setzen wir die EVT zur Behandlung schwerwiegender Komplikationen wie postoperativer Leckagen oder spontaner Wanddefekte ein. In vielen Fällen kann dadurch eine größere chirurgische Operation oder Revision vermieden werden.
Wir begleiten Patient*innen in der Vorbereitung auf konventionell chirurgisch bariatrische Eingriffe (Eingriffe zur Behandlung von starkem Übergewicht), indem wir notwendige endoskopische Diagnostik und therapeutische Maßnahmen im Vorfeld durchführen.
Zudem bieten wir als einer der wenigen Standorte in Österreich moderne endobariatrische Interventionen an. Hierzu zählen die sogenannte Endoskopische Sleevegastroplastie (ESG, „Endosleeve“), bei der analog zur konventionell chirurgischen Sleevegastrektomie der Magen schlauchförmig um bis zu 80 % volumenreduziert wird. Wir führen auch die Transorale Outletreduktion (TORe) durch, bei der bei Patient*innen nach bereits erfolgtem Roux-Y-Magenbypass im Falle einer erneuten Gewichtszunahme oder bei Auftreten eines Dumping Syndroms ein rein endoskopischer Revisionseingriff erfolgt. Unsere endobariatrischen Eingriffe können als kurzstationäre Verfahren mit lediglich einer Übernachtung an unserer Klinik angeboten werden.
Die Ileokoloskopie dient der Untersuchung des Dickdarms und der letzten Dünndarmabschnitte. Zu unseren Leistungen gehören diagnostische und therapeutische Verfahren:
Auch im unteren Gastrointestinaltrakt setzen wir die EVT erfolgreich mit hoher Expertise ein, um Komplikationen nach kolorektalen Operationen zu behandeln und den Patient*innen somit oftmals eine erneute Operation ersparen zu können. Hier kann die Therapie im Verlauf je nach notwendiger Therapiedauer auch im ambulanten Umfeld fortgeführt werden, so dass eine frühzeitigere Entlassung möglich ist.
Die ERCP ist eine spezialisierte Untersuchung zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. Zu unseren Leistungen zählen:
Ein besonderer Schwerpunkt unseres ERCP-Programms liegt auf der Betreuung transplantierter Patient*innen. Nach einer Lebertransplantation können Gallengangsstrikturen oder andere Komplikationen auftreten, die mittels ERCP in der Regel gezielt minimal-invasiv behandelt werden können. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Transplantationschirurgie gewährleisten wir eine umfassende Nachsorge und eine individuelle Therapieplanung für diese spezielle Patient*innengruppe.
Die RFA der Gallenwege ist ein innovatives Verfahren, das bei bestimmten bösartigen oder gutartigen Gallengangsveränderungen eingesetzt werden kann. Durch gezielte Energieabgabe kann pathologisches Gewebe verödet werden, was in vielen Fällen die langfristige Durchgängigkeit der Gallenwege erhalten kann.
Ergänzend zu unserer primär endoskopisch gestützten Diagnostik bieten wir auch weitere Untersuchungsoptionen, welche mit Hilfe unserer Durchleuchtungseinheit durchgeführt werden. Hierzu zählen unter anderem:
Eine gute Darmreinigung ist Voraussetzung für eine sichere und aussagekräftige Koloskopie. Nur so können wir die Schleimhaut adäquat beurteilen und Polypen oder Veränderungen sicher erkennen und behandeln.
Mit “PleinVue” verwenden wir hierfür ein modernes und gut verträgliches Abführpräparat. Sie finden im Folgenden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihre Darmvorbereitung, die Ihnen neben unserem Aufklärungsgespräch in der Sprechstunde eine Nachschlaghilfe bieten soll.
Vermeiden Sie am Vortag der Untersuchung schwer verdauliche Lebensmittel wie rohes Gemüse, Obst, Salat, Körner, Hülsenfrüchte, rotes oder fettiges Fleisch, Vollkornprodukte und dunkle Getränke. Wir empfehlen ein leichtes Frühstück und ein leichtes, ballaststoffarmes Mittagessen. Am Abend vor der Untersuchung sollten Sie nur noch klare Flüssigkeiten zu sich nehmen (Wasser, Tee, klare Säfte, klare Suppe).
Sie sollten mit der Einnahme der ersten Dosis “PleinVue” (Beutel mit Aufschrift „Dosis 1“: Auffüllen mit Wasser auf 500 ml, umrühren bis sich Inhalt vollständig aufgelöst hat) am Vortag um ca. 17:00 Uhr beginnen. Trinken Sie “PleinVue” mit mindestens 500 ml zusätzlicher klarer Flüssigkeit schluckweise, langsam und über mindestens 1 Stunde. Bei zu rascher Einnahme von “PleinVue” kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen.
Ab Beginn der “PleinVue”-Einnahme bis nach der Untersuchung sollten Sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.
Bereiten Sie die zweite Dosis “PleinVue” zu (2 Beutel mit Aufschrift „Dosis 2 A“ und „Dosis 2 B“: Auffüllen mit Wasser auf 500 ml, umrühren bis sich Inhalt vollständig aufgelöst hat) und trinken Sie auch diese mit mindestens 500 ml klarer Flüssigkeit schluckweise, langsam über mindestens 1 Stunde. Sie sollten die zweite Dosis etwa 12 Stunden nach der ersten Dosis zu sich nehmen und somit um ca. 05:00 Uhr morgens damit beginnen.
Beenden Sie jedenfalls die Einnahme jeglicher Flüssigkeit spätestens 2 Stunden vor der geplanten Darmspiegelung. Planen Sie nach der letzten Einnahme ausreichend Zeit für die Anreise zu unserer Chirurgischen Endoskopie ein.
Beachten Sie, dass Sie bei geplanter Sedierung („sanfte Endoskopie“) eine Abholperson benötigen, welche Sie nach entsprechender Ausschlafzeit nach der Untersuchung aus unserer Chirurgischen Endoskopie abholen und nach Hause bringen kann.
Trinken Sie die Lösung gut gekühlt – das verbessert den Geschmack. Machen Sie zwischen den Schlucken kurze Pausen. Ein Strohhalm kann das Trinken erleichtern. Hautschutz für den After (z.B. Zinksalbe) schützt vor Reizungen.
Die endokrine Chirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen der hormonbildenden Organe. Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten bestehen vor allem im Bereich der Schilddrüse, aber auch bei Erkrankungen von Nebenschilddrüse und Nebenniere.
Die Endokrinchirurgie am Standort der Univ.-Klinik Graz ist Mitglied bei Eurocrine, dem europäischen Qualitätsregister für endokrine Tumore.
Für Fragen oder Terminvereinbarungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
Täglich: 08:00–15:30 Uhr
+43 316 385-82739
Erkrankungen der Schilddrüse betreffen ca. 5-10 % der Gesamtbevölkerung. Knotenbildung in der Schilddrüse ist ein häufiger Befund im Rahmen von Gesundenuntersuchungen und Bedarf einer weiteren Abklärung und gegebenenfalls einer chirurgischen Therapie.
Zunächst erfolgt die Untersuchung der Schilddrüse mittels Ultraschall und die Bestimmung der Schilddrüsenwerte im Labor mittels Blutabnahme (TSH, fT3, fT4). Um die Funktionslage der Schilddrüsenknoten zu beurteilen wird oft auch eine Szintigraphie durchgeführt. Nach Vorliegen dieser Befunde kann bei Verdacht auf Bösartigkeit in lokaler Betäubung eine Punktion zur Gewinnung einer Gewebsprobe erfolgen. Wir arbeiten eng mit der Abteilung für Endokrinologie und der Abteilung für Nuklearmedizin zusammen, wo diese Untersuchungen durchgeführt werden.
Die Indikation zur Operation ergibt sich in Zusammenschau der oben genannten Befunde und wird individuell gestellt. Bei Vorliegen eines bösartigen Befundes kann auch die Entfernung der Lymphknoten im Halsbereich notwendig sein.
Die Operation erfolgt in Allgemeinnarkose und kann in vielen Fällen über einen minimalinvasiven Zugang am Hals durchgeführt werden.
Besonderes Augenmerk wird bei jeder Operation an der Schilddrüse auf den Stimmbandnerv (Nervus laryngeus recurrens) gelegt. Er liegt der Schilddrüse unmittelbar an und wird mittels Neuromonitoring während der Operation dargestellt und geschont. Eine Schädigung des Nervens tritt bei Ersteingriffen an der Schilddrüse in unter 1% auf. Um die Stimmbandfunktion vor und nach der Operation optimal vergleichen zu können ist eine HNO-Untersuchung vor jeder Operation erforderlich.
Die postoperative Nachbetreuung und Einstellung der Schilddrüsen Hormonsubstitution erfolgt ebenfalls in unserer Sprechstunde.
Die Nebenschilddrüsen oder auch Epithelkörperchen sind eigenständige Organe, die in einer Nahebeziehung zur Schilddrüse im Hals angelegt sind. Sie regulieren durch Bildung und Ausscheidung von Parathormon den Calciumhaushalt im Körper.
Bei einer Nebenschilddrüsenüberfunktion, die meist durch einen gutartigen Nebenschilddrüsentumor (Adenom) ausgelöst wird, kommt er zur Überproduktion von Parathormon und dadurch zu hohen Calciumwerten im Blut. Weitere Folgen sind Osteoporose, Nierensteine Magengeschwüre und psychische Veränderungen. Selten kommt es auch zur chirurgisch behandlungswürdigen Überfunktion der Nebenschilddrüsen nach langjähriger Dialysebehandlung.
Eine medikamentöse Behandlung ist möglich, eine Heilung kann jedoch nur durch die Entfernung der betroffenen Nebenschilddrüse erfolgen.
Nach Bestimmung der relevanten Blutwerte (Calcium, Parathormon, Nierenwerte, Vitamin D3) erfolgt die Darstellung der Nebenschilddrüsen im Ultraschall und der Szintigraphie sowie bei unsicherer Lokalisation der vergrößerten Nebenschilddrüse die Durchführung einer MRT- oder PET- Untersuchung.
Die Operation erfolgt in Allgemeinnarkose und wird über einen kleinen Schnitt am Hals durchgeführt. Da Parathormon eine kurze Halbwertszeit hat, kann man bereits während der Operation durch den Abfall des Parathormon-Spiegels im Blut den Operationserfolg messen.
Postoperativ ist manchmal eine Calciumgabe in Tablettenform vorübergehend notwendig, da der Körper sich erst an den normal-niedrigen Calciumwert gewöhnen muss und gelegentlich Symptome eines Calciummangels (Kribbeln in den Fingern und um den Mund) auftreten.
Erkrankungen der Nebenniere äußern sich meist durch die Symptome, die durch die Überproduktion von Hormonen hervorgerufen wird.
Oft handelt es sich dabei um die Überproduktion von Cortisol, das zur sogenannten Cushing-Krankheit führt. Es kommt zu Veränderung im ganzen Körper: Stammfettsucht, Fettsucht im Gesicht, brüchiger Haut mit Striemenbildung, Blutzuckeranstieg, Bluthochdruck, Osteoporose und Infektanfälligkeit. Eine Operation des zugrundeliegenden Nebennierentumors ist die Behandlungsmethode der ersten Wahl.
Auch bei der Überproduktion von Aldosteron, dem sogenannten Conn-Syndrom, ist eine Entfernung der Nebenniere oft notwendig.
Eine weitere Erkrankung der Nebenniere, die chirurgisch behandelt wird ist das sogenannte Phäochromozytom. Hierbei kommt es zur Überproduktion von Katecholaminen, die für einen unkontrollierten Blutdruckanstieg verantwortlich sind. Vor einer operativen Behandlung dieser Erkrankung ist eine Therapie mit sogenannten Alpha-Blockern zwingend notwendig.
Die Abklärung von Erkrankungen der Nebenniere muss durch einen erfahrenen Endokrinologen erfolgen weshalb wir eng mit der medizinischen Universitätsklinik zusammenarbeiten und alle Fälle in interdisziplinären Endokrinboard besprochen werden.
Zur Lokalisation des Nebennierentumors wird vor der Operation eine CT-Untersuchung durchgeführt. Weiters sind spezielle Blutabnahmen notwendig, welche ebenfalls an der Universitätsklinik erfolgen.
Die Operation erfolgt in Allgemeinnarkose und meist laparoskopisch (knopfloch-chirurgisch), was ein geringeres Operationstrauma und eine schnellere Genesung bedingt. Bei einer Operation aufgrund eines Phäochromozytoms kann ein Aufenthalt auf einer Intensivstation erforderlich sein.
Eine spezielle Behandlung, die wir in Zusammenarbeit mit der Abteilung für interventionelle Radiologie anbieten können ist die Verkochung von sehr kleinen Hormonproduzierenden Nebennierentumoren ohne Schnitt durch die Radiofrequenzablation (RFA).
Nach erfolgter Operation der Nebenniere findet die Nachbehandlung in unserer Sprechstunde und an der Abteilung für Endokrinologie statt.
An der Klinischen Abteilung für Transplantationschirurgie des LKH-Universitätsklinikum und der Medizinischen Universität Graz wird die Lebertransplantation (LTx) in einem hochspezialisierten, universitären Umfeld von einem perfekt abgestimmten, interdisziplinären und interprofessionellen Team durchgeführt.
Neben der Transplantation der gesamten Leber (Full-size-LTx), der Teil-Lebertransplantation (Split-LTx) und der Transplantation nach Leber-Lebendspende bei Erwachsenen wird in Kooperation mit der Pädiatrie auch die Lebertransplantation bei Kindern angeboten.
Evaluierungen zur Lebertransplantation und Nachsorge der lebertransplantierten Patient*innen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern. Die Indikation wird in der wöchentlich abgehaltenen, interdisziplinären LTx-Indikationskonferenz unseres Zentrums gestellt, in dem alle an der Transplantation beteiligten Fachrichtungen vertreten sind.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, in diesem Bereich der High-End-Chirurgie einen nachhaltigen Beitrag zur Forschung zu leisten, der in unserem Zentrum vor allem bei der Optimierung von Operationstechniken, der Evaluierung von Konservierungslösungen, dem Langzeitüberleben mit Immunsuppression, der Lebensqualität nach Transplantation und der Optimierung des Komplikationsmanagements liegt.
Die Durchführung von randomisierten, klinischen und experimentellen Studien sowie die Auswertung unserer umfassenden Datenbank ermöglichen uns einen ständigen Wissenszuwachs, den wir in die Weiterentwicklung des LTx-Programmes einfließen lassen
Unter onkologischer Chirurgie versteht man die Entfernung von soliden Tumoren. Die moderne Onkologische Chirurgie berücksichtigt die gebotenen Radikalitätsprinzipien in Abwägung von Überlebensvorteil und Lebensqualität. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist hierbei eine individuelle Beratung und Therapie unter Ausschöpfung aller interdisziplinären Möglichkeiten. Minimalinvasive und damit möglichst gewebeschonende Operationstechniken gehören zum chirurgischen Standard.
Unter Transplantationschirurgie versteht man die Verpflanzung von Körper-Organen, -Organsystemen oder -Geweben. Die am häufigsten verpflanzten Bauchorgane sind die Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse und der Dünndarm. Diese Operationen werden ausschließlich in einem hochspezialisierten, universitären Umfeld von einem perfekt abgestimmten, interdisziplinären und interprofessionellen Team durchgeführt. Die Indikationen zur Transplantation sind von Organ zu Organ verschieden und komplex. Zusammenfassend liegt ein zumindest partielles Versagen eines Organs vor, das durch die Transplantation eines entsprechenden gesunden Organs kompensiert wird.
Die Nierentransplantation bei Kindern und Erwachsenen ist die weltweit häufigste Organtransplantation. Dies gilt in der Häufigkeit auch für die Lebendorganspende von Nieren zur Transplantation.
Im Falle einer Lebertransplantation kann neben der Transplantation einer gesamten Leber (Full-size-LTx) auch eine Teil-Lebertransplantation (Split-LTx) sowie eine Transplantation nach Leber-Lebendspende bei Erwachsenen und Kindern durchgeführt werden.
Die Transplantation von Bauchspeicheldrüsen findet vor allem in Kombination mit einer Nierentransplantation statt.
Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Ihre wichtigsten Aufgaben sind die Reinigung des Blutes von Stoffwechselabfällen und Giften sowie die Produktion von lebenswichtigen Eiweißen. Wenn ihre Funktion gestört ist, wird der Körper mit Giftstoffen überschwemmt und lebenswichtige Stoffe, wie Blutgerinnungsfaktoren, werden nicht mehr gebildet.
Akute Lebererkrankung
Das akute Leberversagen ist ein schwerwiegendes, meist lebensbedrohliches Krankheitsbild, das ohne langfristige Vorerkrankung der Leber aus unterschiedlichen Gründen (z. B. Hepatitis, Vergiftung etc.) auftreten kann. Oft ist eine Lebertransplantation die einzige Therapieoption.
Chronische Lebererkrankung
Die Leber hat eine sehr gute Selbstheilungsfähigkeit. Wenn diese aber erschöpft ist, kommt es zum Untergang von Leberzellen und Gewebe. Die Leber versucht diesen Verlust durch die Bildung von Bindegewebe auszugleichen. Dieser Vorgang wird als Fibrose bezeichnet. Schreitet die Fibrose voran, kann sich daraus ein irreversibler Leberschaden entwickeln. Das knötchenartige Narbengewebe verändert dauerhaft die Struktur der Leber, sodass ihre Durchblutung und ihr Leistungsvermögen zunehmend beeinträchtigt werden. Je mehr Leberzellen absterben und durch Bindegewebe ersetzt werden, desto knotiger und kleiner wird die Leber. Die Umwandlung von Lebergewebe in Bindegewebe ist auch unter dem Begriff Leberzirrhose bekannt.
Der gesamte gesundheitliche Zustand muss evaluiert werden, um mögliche zusätzliche Erkrankungen, die eine Transplantation unmöglich machen würden, zu entdecken (z. B. bösartige Erkrankungen außerhalb der Leber). Diese Untersuchungen (z. B. Blutuntersuchungen, Magen-, Darmspiegelung, Computertomographie, Ultraschall vom Herz usw.) sind in der LTx-Checkliste zusammengefasst und können entweder in unserem Zentrum oder bei unseren Kooperationspartnern stationär und/oder ambulant durchgeführt werden.
Die Befunde aller Patient*innen, die für eine Lebertransplantation in Frage kommen, werden in einer interdisziplinären Lebertransplantations-Indikationskonferenz besprochen. Dabei handelt es sich um spezialisierte Ärzt*innen aus verschiedenen Fachrichtungen, die anhand bestimmter objektiv nachvollziehbarer Kriterien eine Entscheidung treffen, ob eine Lebertransplantation möglich ist. Wenn diese Entscheidung positiv ist, erfolgt die Aufklärung und Listung bei Eurotransplant.
Eurotransplant wurde mit dem Ziel einer zentralen Registrierung der medizinischen Daten von Patient*innen, die in den Mitgliedsländern auf ein Spenderorgan warten, gegründet. Eine optimale Organvergabe auf nationaler Ebene mit möglichem Organaustausch über Staatsgrenzen hinweg ist hierdurch möglich.
Die Zuteilung von Organen (Allokation) basiert dabei ausschließlich auf medizinischen und ethischen Gesichtspunkten. Hierbei spielen Blutgruppenverträglichkeit von Spender*in und Empfänger*in, die passende Größe, aber auch die Beschaffenheit des Spenderorgans sowie die verstrichene Zeit der kalten Lagerung der zu transplantierenden Leber (Ischämiezeit) eine entscheidende Rolle. Die Wartezeit der Empfänger*innen sowie die Dringlichkeit der geplanten Lebertransplantation werden auch berücksichtigt.
Die Länge der Wartezeit kann nicht vorhergesagt oder beeinflusst werden. Patient*innen auf der Warteliste für eine Leber sollten ständig erreichbar sein, da jederzeit ein Organangebot von Eurotransplant eintreffen kann.
Da wir in unserem Transplantationszentrum häufig Lebertransplantationen durchführen, verfügen wir über große Erfahrungen in diesem Bereich. Für den Eingriff ist eine Allgemeinnarkose nötig, über die Sie gesondert aufgeklärt werden.
Bei der Transplantation wird die körpereigene, kranke Leber durch einen Schnitt im rechten Oberbauch entfernt. Die Transplantatleber wird an die Stelle der eigenen Leber eingepflanzt. Die zuführenden und abführenden Gefäße der Spenderleber werden durch Gefäßnähte mit den eigenen Gefäßen wieder verbunden. Abschließend wird der Gallengang an den eigenen Gallengang oder an einen Abschnitt des Dünndarms angeschlossen. Drainagen zur Ableitung von Blut und Wundsekret werden eingebracht, die Bauchdecke wird verschlossen. Sollte der Bauchdeckenverschluss primär nicht möglich sein, wird dies zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Bei einer Split-LTx oder bei der Lebendspende wird der vorgesehene Teil der Spenderleber transplantiert.
Nach der Transplantation werden Sie auf der Intensivstation aufwachen (die maschinelle Beatmung wird meist noch kurze Zeit beibehalten). Sie werden dort mobilisiert und mit dem Nahrungsaufbau wird begonnen. Besuche Ihrer Angehörigen sind auf der Intensivstation nach Rücksprache mit dem Transplantationsteam möglich. In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand wird eine rasche Verlegung auf eine normale Pflegestation angestrebt, wo Sie sich unter medizinischer Kontrolle von dem operativen Eingriff erholen und auf den Alltag mit neuem Organ vorbereiten können.
Statistisch überleben ca. 90 % der Patient*innen das erste Jahr, nach 5 Jahren sind noch ca. drei Viertel der Lebern funktionstüchtig. Die Überlebensraten von Lebendspender-Lebern sind vergleichbar gut.
Unser Immunsystem erkennt fremde Zellen im Körper und reagiert darauf mit einer Abwehrreaktion. Das eingepflanzte Organ ist dadurch gefährdet, zerstört zu werden. Spezielle Medikamente (Immunsuppressiva) verhindern, dass es zu einer Abstoßung kommt. Zugleich wird aber auch die Widerstandskraft gegen Viren, Bakterien und Pilze geschwächt. Dadurch können vermehrt Infekte auftreten, die aber gut behandelt werden können.
Die immunsuppressive Therapie beginnt zeitgleich mit der Operation und wird in den ersten Tagen und Wochen optimiert. Die immunsuppressiven Medikamente sind genau nach Vorschrift lebenslang einzunehmen.
Lebertransplantierte Patient*innen werden nach der Transplantation regelmäßig in unserem Transplantationszentrum untersucht und nachbetreut.
Zusätzlich zur Kontrolle und Anpassung der immunsuppressiven Medikamente wird die Funktion der transplantierten Leber durch regelmäßige Untersuchungen überwacht.
Die für die Listung zur LTx benötigten Untersuchungen (z. B. Blutuntersuchungen, Magen-, Darmspiegelung, Computertomographie, Ultraschall vom Herz usw.) sind in der LTx-Checkliste, die Sie auf unserer Homepage finden, zusammengefasst und können entweder in unserem Zentrum oder bei unseren Kooperationspartnern stationär und/oder ambulant durchgeführt werden.
Zur Anmeldung Ihrer Patient*innen zur Port-a-Cath Implantation bitten wir Sie höflich das Anmeldeformular vollständig ausgefüllt an +43 316 385-595 14094 zu faxen.
Bei Fragen stehen wir Ihnen Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 09:00 und 12:45 Uhr unter +43 316 385-31100 zur Verfügung.
Statistisch überleben ca. 90% der Patient*innen das erste Jahr, nach 5 Jahren sind noch ca. drei Viertel der Lebern funktionstüchtig. Die Überlebensraten von Lebendspender-Leber sind vergleichbar gut.
Indikationen zur Lebertransplantation sind chronische und akute Lebererkrankungen im fortgeschrittenen Stadium.
Erkrankungen, die mit Leberparenchymschäden einhergehen:
Erkrankungen, die primär das Gallenwegssystem betreffen bzw. davon ausgehen:
Primäre Stoffwechselerkrankungen
Vaskuläre Erkrankungen
Neoplastische Erkrankungen
Im Ausnahmefall stellen neoplastische Erkrankungen eine Indikation zur Lebertransplantation dar:
Seltene Erkrankungen
Akute Lebererkrankungen
Eine Evaluierung zur Transplantation kann ab einem Child's Score B (7 Punkte) und einem MELD-Score von 13 Punkten angedacht werden. Die Indikationsstellung bei akutem Leberversagen richtet sich nach den Clichy- bzw. Kings-College-Kriterien, bei HCC nach den Mazzaferro- bzw. Up-to-7-Kriterien.
Die Befunde aller Patient*innen, die für eine Lebertransplantation in Frage kommen, werden in einer interdisziplinären Lebertransplantations-Indikationskonferenz besprochen. Dabei handelt es sich um spezialisierte Ärzt*innen aus verschiedenen Fachrichtungen, die anhand bestimmter objektiv nachvollziehbarer Kriterien eine Entscheidung treffen, ob eine Lebertransplantation möglich ist. Wenn diese Entscheidung positiv ist, erfolgt die Aufklärung und Listung bei Eurotransplant.
Absolute Kontraindikationen
Relative Kontraindikationen
Risikofaktoren, welche individuell beurteilt werden
Österreich ist ein Mitglied von Eurotransplant, daher gelten folgende Richtlinien für die Organallokation von Organspendern:
Organe aus Österreich werden primär regional alloziert, d. h.: Lebern der spendermeldenden Krankenanstalten werden primär für dieses ET- Zentrum angeboten. Ausgenommen sind High-urgent (HU)-Empfänger des gesamten ET-Raumes – hier müssen die Organe international alloziert werden. Um dennoch die Balance in Österreich aufrecht zu erhalten, muss das HU-Empfänger-Zentrum das nächste passende Organ an das Spenderzentrum in Österreich zurückgeben (sog. Payback-System oder Obligation)
Das Ranking und Auswahlverfahren von Patient*innen auf der Leberwarteliste beruht in erster Linie auf medizinischer Dringlichkeit, ABO-Blutgruppensystem, Körpergewicht des/r Organspenders/in sowie der Wartezeit.
Klinische Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie (AVT)
Universitätsklinik für Chirurgie
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AVT 1 (D8)
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AVT 2 (C8)
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IC/IÜ (D2)
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