JOINT für Kinder: Weltkongress setzt neue Maßstäbe in der Kinderchirurgie

Pressemitteilung

Mit dem „JOINT Congress of Pediatric Surgery 2026“, den erstmals drei internationale Fachgesellschaften gemeinsam veranstalten, wird Österreich in diesen Tagen zum Zentrum der Kinderchirurgie. Mehr als 1.400 Expertinnen und Experten aus aller Welt kommen zusammen, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, innovative Technologien und zukunftsweisende Konzepte für die chirurgische Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Zusammenarbeit und das gemeinsame Ziel, die Kinderchirurgie aktiv voranzutreiben. Ein neues Trainingsformat wird ebenfalls angeboten: individuelles Training mit einem eigens geschaffenen KI-Tutor bzw. medizinischen Avatars.

„Eigentlich ist es ganz einfach, wir alle wollen die Zukunft unserer Kinder gestalten und verbessern. Als Kinderchirurgen eben genau hier in allen Fachbereichen der Kinderchirurgie. Dafür sind wir zum ersten Mal mit mehr als 1.400 Kinderchirurginnen und Kinderchirurgen hier in Wien zusammengekommen, dafür steht JOINT“, fasst Univ.-Prof. Holger Till, Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie am Uniklinikum Graz und Mitorganisator des Kongresses die Motivation und Grundidee des viertägigen Events zusammen.

Die Idee der drei Fachgesellschaften ESPES, EUPSA und IPEG, sich auf einer gemeinsamen Veranstaltung zu vernetzen, entstand bereits vor zehn Jahren. Nach vier Jahren Planung und Vorbereitung sollte 2020 der Kongress in Wien stattfinden, doch dann kam COVID und brachte die Welt zum Stillstand. Doch der Vision eines gemeinsamen, internationalen Kongresses der Kinderchirurgen konnte auch das hartnäckigste Virus langfristig nichts anhaben. Jetzt im Mai wurde aus der Planung Realität. Mehr als 1.400 Expert*innen aus allen Fachbereichen der Kinder- und Jugendchirurgie treffen sich zum Weltkongress in Wien.

Das Programm des Joint Congress of Pediatric Surgery 2026 bietet vom 20. bis 23. Mai 2026 in Wien ein umfassendes wissenschaftliches und praxisorientiertes Fortbildungsangebot für Kinderchirurg*innen und Kinderchirurgen aus aller Welt. Bereits vor dem offiziellen Kongressbeginn finden spezialisierte Workshops und Hands-on-Kurse statt sowie Masterclasses in robotischer und urologischer Chirurgie. Ebenso präsentieren internationale Expertinnen und Experten neueste Erkenntnisse aus allen Bereichen der Kinderchirurgie – von minimalinvasiven Verfahren über Robotik bis hin zu Onkologie, Neonatologie, Urologie und Kolorektalchirurgie. Forscherinnen und Forscher aus aller Welt stellen aktuelle Studien, Innovationen und klinische Erfahrungen vor.

Workshops mit KI-Tutor

Wie sehr sich die Welt und die Technologien auch in der Medizin in den letzten sechs Jahren verändert haben, zeigt besonders ein Programmpunkt. Beim „JOINT Congress of Pediatric Surgery“ findet erstmals ein von künstlicher Intelligenz unterstützter Workshop in der Kinderchirurgie statt. Ein eigens kreierter Avatar ist der persönliche interaktive KI-Tutor für die Workshopteilnehmer. Die KI-Tutoren greifen auf die gesamte Expertise und Erfahrung zweier renommierter Kinderchirurgen – Univ.-Prof. Dr. Holger Till und Prof. Dariusz Patkowski (Wrocław Medical University, Polen) – zurück. Der Avatar von Prof. Till erklärt alles zur Nissen-Fundoplikatio, einem chirurgischen Verfahren zur Behandlung von starkem gastroösophagealem Reflux – also dem krankhaften Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Der Avatar von Prof. Patkowski gibt seine innovative Technik zur Behandlung der Ösophagusatresie (angeborene Fehlbildung der Speiseröhre) bei Neugeborenen weiter.

Dank der KI-Tutoren erhalten die Teilnehmenden individuelles Feedback und trainieren klinisches Denken, chirurgische Sicherheit sowie die Beurteilung von Operationsqualität in einer Intensität, die mit herkömmlichen Lehrmethoden bislang nicht möglich war. Der innovative Workshop zeigt, wie moderne KI-Technologien die chirurgische Aus- und Weiterbildung grundlegend verändern können.

Das viertägige Programm verbindet hochkarätige wissenschaftliche Vorträge, praxisnahe Workshops und modernste Technologien wie Robotik und Künstliche Intelligenz. Damit bietet der Joint Congress 2026 einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Trends in der Kinderchirurgie.

Joint Congress 2026

Von 20. bis 23. Mai 2026 findet in Wien zu ersten Mal ein gemeinsamer Kongress dreier internationaler Fachgesellschaften der Kinderchirurgie statt. Dieser gemeinsame Kongress von ESPES, EUPSA und IPEG wird die bis dato größte Zusammenkunft von Kinderchirurginnen und Kinderchirurgen sein und markiert den Beginn einer starken Kooperation. Das Ziel der insgesamt mehr als 1.400 Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt ist es, Innovation voranzutreiben sowie die evidenzbasierte Versorgung und die chirurgischen Behandlungsergebnisse bei Kindern zu verbessern.

ESPES: Die European Society of Paediatric Endoscopic Surgeons (ESPES) ist eine europäische Fachgesellschaft, die sich der Förderung der minimalinvasiven und endoskopischen Chirurgie bei Kindern widmet und 2004 gegründet wurde. ESPES unterstützt die Entwicklung und Anwendung moderner endoskopischer und minimalinvasiver Operationsverfahren bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen in Europa.
www.espes.eu

EUPSA: Die European Paediatric Surgeons’ Association (EUPSA) wurde 1995 gegründet und ist die führende europäische Fachgesellschaft für Kinderchirurgie. Ihr Ziel ist es, die chirurgische Versorgung von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen in Europa kontinuierlich zu verbessern.
www.eupsa.info

IPEG: Die International Pediatric Endosurgery Group (IPEG) ist eine weltweit führende Fachgesellschaft für minimalinvasive Chirurgie und interventionelle Verfahren bei Kindern (gegründet im Jahr 1991) mit dem Ziel sicherzustellen, dass alle Kinderchirurg*innen, Kinderurolog*innen sowie Allgemeinchirurg*innen, Zugang zu aktuellen Informationen über die bestmöglichen und am wenigsten invasiven chirurgischen Behandlungsmethoden bei Kindern haben. IPEG fördert weltweit die Entwicklung, Ausbildung und wissenschaftliche Evaluation minimalinvasiver chirurgischer Verfahren bei Kindern, mit dem Ziel, schonendere und sicherere Behandlungsmöglichkeiten für junge Patient*innen zu etablieren.
www.ipeg.org

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