Das LKH Weiz â neue Services fĂŒr die Gesundheit
Von Bestellambulanz bis mobiREM: Das LKH Weiz baut sein Versorgungsangebot mit neuen Services fĂŒr die Gesundheit aus. So wurden die Fachambulanzen der Abteilung fĂŒr Innere Medizin zu reinen Bestellambulanzen, an die Patient*innen per Formular zugewiesen werden mĂŒssen. Das sorgt fĂŒr eine bessere Planbarkeit der Termine. Zudem stĂ€rken zwei Programme gezielt die Gesundheitskompetenz in der Region: HerzMobil und mobiREM. Beide fördern die medizinische Betreuung direkt zu Hause â ganz im Sinne des Prinzips âambulant vor stationĂ€râ. NotfĂ€lle werden aber natĂŒrlich weiterhin rund um die Uhr in der Zentralen Notaufnahme des LKH Weiz versorgt.
Die internistischen Ambulanzen des LKH Weiz erhielten ein strukturelles Update. Damit einher gehen fixe Ambulanzzeiten und ein neues Anmeldeverfahren. âMit den neu organisierten Ambulanzen wollen wir die medizinische Versorgung noch effizienter gestalten und besser planbar machenâ, erklĂ€rt dazu Primarius Stefan Pötz, der Leiter der Abteilung fĂŒr Innere Medizin und Ă€rztlicher Standortleiter am LKH Weiz. Neu organisiert sind die internistische Fachambulanz mit den Schwerpunkten auf (Vorsorge-)Gastroskopie und (Vorsorge-)Koloskopie, die Diabetesambulanz, die Schrittmacherambulanz sowie die kardiologische Ambulanz mit dem Schwerpunkt fĂŒr Herzinsuffizienz.
Ganz wichtig fĂŒr Patient*innen: âUm einen Termin zu bekommen, braucht man immer eine Zuweisung ĂŒber ein Formular von der Haus- oder FachĂ€rztin bzw. dem Haus- oder Facharztâ, betont Pötz. FĂŒr NotfĂ€lle stehe aber selbstverstĂ€ndlich die zentrale Notaufnahme rund um die Uhr die ganze Woche ĂŒber zur VerfĂŒgung. Die neu organisierten internistischen Bestellambulanzen sind weitere Bausteine des LKH Weiz, um die Gesundheitsversorgung in der Region zukunftsorientiert auszubauen. Auch mit den Programmen HerzMobil und mobilREM hat man vor einigen Monaten diesen Weg eingeschlagen.
HerzMobil: digitale Nachsorge fĂŒr Herzpatient*innen
Im Oktober 2024 begann mit HerzMobil auch der Ausbau des telemedizinischen Angebots am LKH Weiz. Das Programm fokussiert auf die Nachbetreuung von Patient*innen mit HerzschwĂ€che â einer Erkrankung, bei der besagte Nachbetreuung ebenso wichtig ist wie die Akutbehandlung selbst. Viele der Betroffenen hatten einen Herzinfarkt, leiden an Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen. âVor allem die ersten Monate nach der Entlassung aus dem Spital, z. B. nach einem erlittenen Infarkt, sind sehr kritisch. Ein Viertel der Patient*innen musste bisher wieder ins Krankenhaus aufgenommen werden. Indem wir die Betroffenen im Rahmen von HerzMobil zuhause betreuen und dadurch frĂŒhzeitig gegensteuern können, wollen wir das kĂŒnftig vermeidenâ, betont Pötz. Die Betreuung erfolgt grundsĂ€tzlich ĂŒber drei Monate, bei Bedarf kann sie auf sechs Monate ausgeweitet werden.
Digitales HerzstĂŒck des Programms ist eine leicht bedienbare App, in der die Patient*innen tĂ€glich Vitalwerte wie Blutdruck und Gewicht sowie die Medikamenteneinnahme dokumentieren. Das HerzMobil-Team des LKHs hat die Werte ĂŒber die App jeden Tag im Blick und kann bei AuffĂ€lligkeiten â etwa einer auffĂ€lligen Gewichtszunahme â zeitnah reagieren. Wichtige Partner des Teams sind zudem die NetzwerkĂ€rzt*innen, also niedergelassene FachĂ€rzt*innen fĂŒr Innere Medizin, die von den Patient*innen im Bedarfsfall rasch kontaktiert werden können. Die enge Zusammenarbeit aller ermöglicht eine individuelle Nachsorge, die die Betroffenen sehr schĂ€tzen. âDie RĂŒckmeldungen sind wirklich sehr positiv. Viele fĂŒhlen sich dadurch sicherer und sehr gut aufgehobenâ, weiĂ DGKP Anita Ziegler, Mitglied des Weizer HerzMobil-Teams.
âHerzMobil Steiermarkâ ist ein innovatives Versorgungsprogramm fĂŒr Patient*innen mit HerzschwĂ€che (Herzinsuffizienz). Mithilfe einer App und telemedizinischer Betreuung werden sie nach einer Krankenhausbehandlung drei Monate lang begleitet. Ziel ist es, die Gesundheit zu stabilisieren, die LebensqualitĂ€t zu verbessern und ungeplante Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Das Programm basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Netzwerkzentren, niedergelassenen Ărzt*innen und spezialisierten PflegekrĂ€ften.
Seit dem Start als Projekt in den KAGes-SpitÀlern 2019 hat sich HerzMobil erfolgreich etabliert. Mittlerweile gibt es neun Betreuungszentren in der Steiermark, seit Oktober 2024 auch am LKH Weiz in Kooperation mit dem Uniklinikum Graz.
Podcast-Tipp: Wie das Projekt konkret funktioniert, wer daran teilnehmen kann und wo es angeboten wird, erzĂ€hlt Primarius Dr. Stefan Pötz in Folge Nr. 64 des Podcasts âSprechstunde am Uniklinikumâ.
mobiREM: ein neuer Weg in der geriatrischen Remobilisation
Ein weiteres neues Projekt lĂ€uft seit Jahresbeginn in Weiz: âmobiREMâ, das Programm fĂŒr âmobile geriatrische Remobilisationâ. Es richtet sich an Ă€ltere Patient*innen, die UnterstĂŒtzung bei der Remobilisierung nach einem Akutereignis wie z. B. einer OP, einem Unfall oder einer schweren Infektion benötigen, um den Alltag wieder selbststĂ€ndig bewĂ€ltigen zu können. Die Patient*innen werden dabei von einem multiprofessionellen Team aus Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Ărzt*innen und Sozialarbeiter*innen betreut. Alle Therapien finden in den eigenen vier WĂ€nden der Patient*innen statt. âJede Wohnung, jeder Alltag ist anders und genau dort setzen wir anâ, erklĂ€rt Verena Rodler-Kalcher, Ergotherapeutin im mobiREM-Team Weiz. Kollegin Sarah Dengg ergĂ€nzt: âOb Treppensteigen, das Verlassen der Wohnung oder einfache Handgriffe im Haushalt â im gewohnten Umfeld sind Fortschritte immer besonders nachhaltig und bedeuten oft ein groĂes StĂŒck LebensqualitĂ€t.â Auch Angehörige werden im Programm aktiv miteinbezogen. âDie Betreuung zuhause erlaubt uns einen ganzheitlichen Blick auf Patient*innen und Familieâ, betont Ărztin Johanna Grabher-Moser und Sozialarbeiterin Christina Gugatschka fĂŒgt hinzu, dass alle Spezialist*innen gemeinsam individuelle BetreuungsplĂ€ne fĂŒr eine bestmögliche Versorgung der Betroffenen erstellen.
âSowohl mit HerzMobil als auch mit mobiREM bringen wir medizinische Versorgung dorthin, wo die Menschen leben, in ihr Zuhauseâ, ergĂ€nzt Pötz. Auf diese Weise, fĂ€hrt er fort, sei es auch in lĂ€ndlichen Regionen möglich, moderne Medizin auĂerhalb des Krankenhauses verfĂŒgbar zu machen und gleichzeitig nah an den Menschen zu sein. âWir freuen uns sehr, dass wir das unseren Patient*innen anbieten können!â
mobiREM steht fĂŒr âmobile geriatrische Remobilisationâ und richtet sich an Ă€ltere Menschen, die nach einem Akutereignis wie einer schweren Erkrankung, einem Unfall oder einer Operation UnterstĂŒtzung benötigen, um ihre MobilitĂ€t und SelbststĂ€ndigkeit im hĂ€uslichen Umfeld wiederzuerlangen. mobiREM ist ein Baustein der gestuften geriatrischen Versorgung und entlastet die stationĂ€ren Einrichtungen. Die Zuweisung zur mobiREM erfolgt durch niedergelassene Ărzt*innen oder durch die behandelten Ărzt*innen im Krankenhaus.
Bereits ĂŒber 800 Patient*innen in der Steiermark haben von mobiREM profitiert, seit Anfang 2025 ist auch Weiz mit an Bord.
Alle Infos zu den Bestellambulanzen der Abteilung fĂŒr Innere Medizin
- Die Ambulanzen werden als reine Bestellambulanzen betrieben. Das bedeutet: FĂŒr eine Erstvorstellung ist eine Zuweisung durch eine*n Fach- oder HausĂ€rzt*in unbedingt erforderlich.
- Keine Selbstzuweisung oder Selbstanmeldung durch Patient*innen.
- Das sind die neuen Ăffnungszeiten:
Internistische Fachambulanz: Montag, 08:00â10:00 Uhr, Donnerstag, 10:00â12:00 Uhr und Freitag, 08:00â12:00 Uhr
Diabetesambulanz: Montag, 10:00â13:00 Uhr und Mittwoch, 08:00â12:00 Uhr
Schrittmacherambulanz: Dienstag und Donnerstag, 08:00â10:00 Uhr
Kardiologische Ambulanz/Schwerpunkt Herzinsuffizienz: Dienstag, 10:00â12:00 Uhr
Presseanfragen
Pressestelle des LKH-Univ. Klinikum Graz
Mag. Simone Pfandl-Pichler
Auenbruggerplatz 1, 8036 Graz
Telefon: +43 316 385-87791
Fax: +43 316 385-16942
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